Rettet die Bildung! (Uni-Bielefeld)

Die "Bildungs-RetterInnen" kämpfen für eine freie Lebensgestaltung und ein freies Studium für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Hautfarbe, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung.

Solidaritätserklärung der UNIted Hochschulgruppe

8. März 2006, 12:20 in Solidaritaet

UNIted: für freien Zugang zu Bildung! Gegen Studiengebühren!

Die Hochschulgruppe UNIted solidarisiert sich mit den engagierten Studierenden, die über vier Wochen das Rektorat der Universität Bielefeld einer der Studierendenschaft zuträglichen Nutzung zugeführt haben. Ausdrücklich solidarisieren wir uns mit den in der Resolution der BesetzerInnen niedergelegten Zielen.
Mit größter Besorgnis bewerten wir das Vorgehen des Rektors, wie des Rektorats! Nicht nur das über die ganze Zeit über von Seiten des Rektorates der Eindruck erweckt wurde, die BesetzerInnen seien gewalttätig und Sachbeschädiger.
„Der Konfrontationskurs, den das Rektorat seit der Senatssitzung am 01. Februar fährt, wurde kontinuierlich bis zur Räumung von der Unileitung durchgezogen“, stellt Thomas Siebenmorgen, Mitglied des Studierendenparlaments UNIted, fest. Es erscheint auch äußerst unprofessionell, den Auftrag für die Räumung an HochschulmitarbeiterInnen und ein privates Sicherheitsunternehmen, erteilt zu haben. Man kann von Glück reden, dass die BesetzerInnen nicht mehr im Rektorat waren. Es wäre nicht abzusehen, zu welchen Vorkommnissen es hätte kommen können, wäre das Rekorat weiterhin besetzt gewesen. Private Sicherheitsangestellte die nicht die Qualifizierung besitzen mit solchen Ausnahmesituationen umzugehen, auf friedlich- protestierende Studierende loszulassen, grenzt an grobe Fahrlässigkeit.
Unter anderem durch dieses Verhalten zeigt sich ein weiteres mal die Unfähigkeit des Rektors, treuhänderisch im Sinne der Studierendenschaft zu entscheiden. Offenbar verfügt das Rektorat nicht über das nötige Einfühlungsvermögen.
Daher besteht die Forderung nach Rücktritt des Rektors weiterhin. UNIted wird auch in Zukunft die Studierenden aus dem Rektorat soweit wie möglich unterstützen. Niemand hätte es für möglich gehalten, dass die Besetzung so lange anhalten und auf solch positive Resonanz erzeugen würde. Ihr habt uns das Vertrauen in eine aktive, emanzipatorisch- demokratische Studierendenschaft, die sich nicht scheut, für ihre Interessen einzustehen, wieder gegeben.
Dafür von unserer Seite noch mal: Danke!

  1. diese privaten sicherheitsleute laufen reihenweise mit geladenen ak-47 durch die gegend und mähen alles um. endlich sprecht ihr aus was alle denken. unverantwortlich vom rektor!

    UNIted against Bush äh Rektor


    — magnus    8 März 2006, 20:23    #
  2. leider ist der sicherheitsdienst auf partys damit aufgefallen in extremfällen nicht gerade vernunftbegabt zu reagieren…nur mal als denkanstoss


    — bla    8 März 2006, 21:58    #
  3. leider ist der sicherheitsdienst damit aufgefallen bei einem besuch des rektors im besetzen rektorat total überzureagieren und einen besetzer körperlich anzugreifen.


    — glory    8 März 2006, 22:08    #
  4. ihr besetzer, nene, ihr redet euch doch alles schön. lebt in eurer wir-haben-uns-alle-lieb mentalität fröhlig in den tag hinein und merkt gar nicht mehr wie abgedreht ihr seid.
    ihr lobt euch gegenseitig in den himmel und findet es geil.

    fieser rektor
    fieser sicherheitsdienst

    die lassen euch da schlafen, geben euch strom für eure feldküche und lassen euch sogar euer fieses gitarrengedudel durchgehen

    euch geht es doch schon lange nicht mehr um protest oder um veränderung.
    ihr habt einfach spaß daran.
    spaß kann man aber auch woanders haben. also leute löst die lethargie und geht nach hause


    — magnus    8 März 2006, 22:57    #
  5. Was, sie haben Spaß an Protest und Veränderung? Luhmann, steh mir bei!


    — Das Sachzwangmonster    8 März 2006, 23:03    #
  6. “Man kann von Glück reden, dass die BesetzerInnen nicht mehr im Rektorat waren. Es wäre nicht abzusehen, zu welchen Vorkommnissen es hätte kommen können, wäre das Rekorat weiterhin besetzt gewesen.”

    Wieso, weil die friedlich protestierenden BesetzerInnen in dieser emotionalen Ausnahmesituation zu blutrünstigen Kampfmaschinen mutiert wären? Kann man eigentlich noch lächerlicher argumentieren?

    “Private Sicherheitsangestellte die nicht die Qualifizierung besitzen mit solchen Ausnahmesituationen umzugehen, auf friedlich- protestierende Studierende loszulassen, grenzt an grobe Fahrlässigkeit.”

    Mal abgesehen davon, dass die Mitarbeiter zumindest eine Grundschulung durchlaufen haben, in der man ihnen gesagt hat, was sie dürfen und was eben nicht:

    Welche Ausnahmesituation? Zu einer Eskalation gehören immer zwei. Tatsächlich ist die Lage ziemlich übersichtlich, auch jenseits der hier versuchten Skandalisierung: Private Sicherheitsdienste dürfen keine Polizeiaufgaben übernehmen, daher – ausser zur Verteidigung – auch keine Gewalt gegen Personen anwenden. Und ja, das wissen sie auch.


    — tcsh    9 März 2006, 00:15    #
  7. Leider wusste eine Mitarbeiterin des besagten Sicherheitsdienstes dies am Morgen des 16.02. nicht.


    — Hendrik    9 März 2006, 14:45    #
  8. Während die friedlichen Besetzer völlig von der natürlich einseitigen Eskalation der Gewalt überrascht wurden. Klingt glaubhaft. Nicht sonderlich.

    Mal abgesehen davon, dass eine Besetzung kein Kindergeburtstag und Vandalismus keine Kunstaktion ist.


    — tcsh    9 März 2006, 15:18    #
  9. Sehr wohl kann aber eine Besetzung eine Kunstaktion sein.


    — Joseph Beuys Retrospektive    9 März 2006, 18:38    #
  10. Och Hendrik , du arme dumme Sau (methaphorisches Bild , keine Gleichstellung !). Weißt du immer noch nicht, dass die Gruppe “1.Februar” für Vandalismus verantwortlich gemacht wird ?
    Les doch erst mal und dann mach das Maul auf und verurteile von mir aus , wenn du diese Schubladen – Mauer um dich aufbauen willst. Das entspräche auch dem geltendem Recht.(Beweise)


    — Ingmar    29 März 2006, 03:19    #
  11. Zitat:“leider ist der sicherheitsdienst auf partys damit aufgefallen in extremfällen nicht gerade vernunftbegabt zu reagieren…nur mal als denkanstoss”
    Dann fragt sich “einer” wer wohl von den Vernunftbegabten die Extremsituationen ausgelöst hat.


    — Seine Unvernunft persönlich    23 Oktober 2007, 14:37    #

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