Rettet die Bildung! (Uni-Bielefeld)

Die "Bildungs-RetterInnen" kämpfen für eine freie Lebensgestaltung und ein freies Studium für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Hautfarbe, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung.

Solidaritätserklärung der BAföG-Beratung des AStA

1. April 2006, 19:00 in Solidaritaet

Die BAföG-Beratung im AStA der Universität Bielefeld erklärt sich solidarisch mit den Studierenden und UnterstützerInnen, die auch nach Ablauf eines Ultimatums der Hochschulleitung das Protestcamp in der zentralen Unihalle aufrechterhalten.

Die vom Rektorat vorgeschobenen technischen Gründe zur Beendigung der Protestaktion haben sich heute bei einer fachkundigen Besichtigung als absolut haltlos erwiesen.

Die nunmehr praktizierte Protestform des zivilen Ungehorsams gegen die sachferne Machtpolitik des Rektorats begreift die BAföG-Beratung als einen notwendigen und wichtigen Schritt im Kampf gegen die Einführung allgemeiner Studiengebühren an der Universität Bielefeld.

Zu Beginn des neuen Semesters sind alle Studierenden und SchülerInnen aufgerufen, diesen Kampf fortzuführen. Das offene Protestcamp in der zentralen Unihalle stellt einen geeigneten Knotenpunkt dar, einen unabhängigen, entschlossenen und vielfältigen Widerstand zu beleben und zu entwickeln.

Die alltäglichen Erfahrungen in der studentischen BAföG- und Sozialberatung zeigen bereits jetzt eine kaum überwindbare soziale Schere beim Hochschulzugang und der Studienfinanzierung auf. Die Häufigkeit sozialer Ausnahmesituationen, die persönliche Folgen bis hin zum Studienabbruch nach sich ziehen, hat sich in den letzten zwei Jahren mehr als verdreifacht.

Aus Sicht der studentischen BAföG-Beratung hätte die Einführung allgemeiner Studiengebühren verheerende Auswirkungen auf den sozialen Frieden an der Universität Bielefeld. Anstelle der seit Jahren vergeblich geforderten sozialen Verbesserungen zugunsten benachteiligter sozialer Herkunftsgruppen würde eine weitere Hürde geschaffen, die zwangsläufig eine noch deutlich verstärkte soziale Selektion nach sich ziehen würde.

Dieser vom Rektorat angestrebten Entwicklung können und müssen die Bielefelder Hochschulangehörigen in den kommenden Wochen und Monaten mit allen Mitteln Einhalt gebieten.

  1. Habt Ihr eigentlich die Befürchtung dass Euer Camp zu Beginn des Semesters geräumt wird? und was würdet Ihr dagegen tun???


    — Diddi    2 April 2006, 09:03    #
  2. Hallo Diddi !
    Vorweg erst mal Danke für die Solidarität der Bafög-Beratung.
    Am Samstag um 18 Uhr – dahin verschob Dieter das Ultimatum von Fr, 12 – kam noch nicht mal irgendwer vorbei.
    Trotz unserer Brandschutzmaßnahmen, der Absicherung der West-End-Party, das Freimachen der Fluchtwege und der angestrebten Zusammenarbeit mit dem Rektorat, das auch nicht besonders begeistert ist von Pinkys Ideologien, rechnen wir mit einer unvernünftigen Reaktion auf unser Bleiben.
    Wir haben ohnehin Aktionen geplant. Richtig Angst haben wir, dass sich wieder externe Gruppen einschalten und zu Gewalt oder Vandalismus neigen. Mir war es bisher nicht möglich Mitglieder des “1.Februar” und anderer aktiver, radikaler Gruppen zu kontaktieren.
    Du kannst gerne an unseren regelmäßig stattfindenden Organisationsgesprächen teilnehmen (siehe neuer artikel).
    MfG


    — Ingmar Riechert    2 April 2006, 11:15    #

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