Rettet die Bildung! (Uni-Bielefeld)

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Kreativer Protest in Köln - und die üblichen Drohungen...

26. Oktober 2006, 13:00 in Presse-Mitteilungen

Axel Freimuth, der Rektor der Kölner Universität setzt offenbar auf einen Strategiewechsel: Statt Einsatzhundertschaften der Polizei aufmarschieren zu lassen, droht er protestierenden GebührengegnerInnen jetzt mit Hausverbot und Exmatrikulation.

Wie bei jeder Senatssitzung seit Anfang Mai, konnte auch gestern der Senat der Uni Köln nicht ungestört tagen. Die “RektorristInnen” hatten wieder mobilisiert und waren wie immer laut und unberechenbar. Doch statt wie bei den letzten Malen einer Bullenarmada gegenüber zu stehen, fanden sie dieses Mal Zettel an den Eingangstüren von Rektorat und Senatssaal, auf denen es hieß, Straftaten im Rahmen von Senatssitzungen würden sämtlich zur Anzeige gebracht. Außerdem würden “rechtswidrige Störungen” mit “Hausverbot und Exmatrikulation” bestraft.

Doch die Rechnung ging für Freimuth nicht auf: Trotz dieser Drohung versammelten sich ca 80 GebührengegnerInnen am Hauptgebäude. 15 durften den Senatssaal betreten und setzten sich dort mit Masken der Senatoren vor dem Gesicht auf die BesucherInnenplätze. Ohne direkte Störaktionen durchzuführen lösten sie damit eine große Nervosität bei Senatoren und Rektoratsmitgliedern aus.

Derweil gelang es den übrigen DemonstrantInnen in den Innenhof zu gelangen, wo sie einen solchen Krach veranstalteten, dass in der Sitzung kaum noch etwas zu verstehen war. Laut einem Pressevertreter soll von dort aus “ein wahrer Hagelsturm von Eiern” auf die Fenster des Saales niedergegangen sein.

Rektor Freimuth gingen auf der Sitzung die Nerven durch, er brüllte unkontrolliert auf die Maskierten ein. Ein Sicherheitsangestellter äußerte gegenüber den Gästen, sie würden wegen “dummer Gesichter” eine Anzeige bekommen. Ob dann wohl auch die Senatoren angezeigt werden, deren Gesichter auf den Masken zu sehen waren?

Im Anschluss an die Sitzung gab es noch eine kleine Spontandemo, die sich mal wieder nicht von der Polizei kontrollieren ließ.

(Pressemitteilung der Kölner RektorristInnen)

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