Rettet die Bildung! (Uni-Bielefeld)

Die "Bildungs-RetterInnen" kämpfen für eine freie Lebensgestaltung und ein freies Studium für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Hautfarbe, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung.

Repressionen nehmen kein Ende

3. Februar 2009, 16:58 in direkt-von-uns

In einer Rundmail hat das Rektorat mal wieder gezeigt, wie sehr ihnen es am Herzen liegt, die Studiengebühren beizubehalten (oder sie gar zu erhöhen). Studierenden wird bewusst Angst gemacht, ihren Veranstaltungen nicht fernbleiben zu können, weil sie nicht freigestellt sind (Moment mal, war Bildung nicht mal frei!?); im offiziellen Wortlaut heißt es, der Studien- und Lehrbetrieb genieße absoluten Vorrang.

Wir fordern euch auf, euch nicht einschüchtern zu lassen! Es ist eure Entscheidung, ob ihr an einer Veranstaltung teilnehmt, genauso wie, ob ihr für ein Studium bezahlt.

Der Originaltext der Rundmail folgt:

Sehr geehrte Studentinnen und Studenten,

der AStA hat die Studierenden zu einer Vollversammlung für den 4. Februar, 8.30 Uhr, in die zentrale Halle vor dem Audimax eingeladen. Am gleichen Tag findet um 9.15 Uhr die Senatssitzung statt, auf der über die Studienbeitragssatzung beschlossen werden soll.

Insbesondere auf Flugblättern, die in der Mensa ausliegen, versucht der AStA den Eindruck zu erwecken, dass die Teilnahme an der Vollversammlung ein Fehlen in einer gleichzeitig stattfindenden Lehrveranstaltung entschuldigt. Davon kann nicht die Rede sein. Es hat am 14. Januar im Audimax eine Vollversammlung zum Thema Studienbeiträge gegeben, die dem verständlichen Informationsbedürfnis zur anstehenden Entscheidung des Senats zur Studienbeitragssatzung Rechnung getragen hat. Hierzu hatte das Rektorat die Lehrenden gebeten, Ihnen, den Studierenden, nach Möglichkeit die Teilnahme an der Vollversammlung zu gestatten.

Jetzt, knapp drei Wochen später, befinden wir uns in der Endphase der Vorlesungszeit. Der Studien- und Lehrbetrieb genießt daher aus Sicht des Rektorats absoluten Vorrang. Eine generelle Freistellung für gleichzeitig mit der Vollversammlung stattfindende Veranstaltungen hat das Rektorat nicht ausgesprochen, insbesondere nicht für in diesem Zeitraum stattfindende Prüfungen oder Klausuren.

Um Missverständnissen vorzubeugen, habe ich auch die Lehrenden dahingehend informiert, dass es keine Verpflichtung gibt, den Studierenden für diese Vollversammlung freizugeben.

Mit freundlichen Grüßen Prof. Dr. Dieter Timmermann Rektor

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