Rettet die Bildung! (Uni-Bielefeld)

Die "Bildungs-RetterInnen" kämpfen für eine freie Lebensgestaltung und ein freies Studium für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Hautfarbe, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung.

Senatssitzung am Mittwoch

2. Februar 2009, 17:28 in direkt-von-uns

Am 4. Februar ab 9.00 Uhr soll an der Uni Bielefeld die Senatssitzung beginnen, die sich erneut mit der Gebührenfrage auseinandersetzt. In dieser neuen Runde droht nicht nur die Fortsetzung der sozialen Ausgrenzung, sondern sogar eine Verschärfung. Eine Erhöhung der Gebühren auf 500 Euro ist möglich – und durch die professorale Mehrheit im Senat angestrebt.

Unter diesen Vorzeichen hat nun selbst eine studentische Senatorin der Juso-Hochschulgruppe im Rahmen einer Studierenden-Vollversammlung kundgetan, die Beibehaltung der bisherigen unsozialen Regelung als möglichen Erfolg anzusehen und innerhalb der SenatorInnenschaft darauf hinzuwirken. Von dieser Seite ist also kein entschlossener Widerstand gegen die Studiengebühren zu erwarten.

Die quasi-amtlichen Proteststrukturen um AStA und ABS mobilisieren zu einer erneuten Studierenden-VV, die am Mittwoch um 8.30 Uhr vor dem Audimax beginnen soll. Von dort aus soll offenbar ein symbolischer Protest gezeigt werden.

Widerstandsmöglichkeiten, die auf der letzten VV zur Sprache kamen, wie die Aussperrung der SenatorInnen oder verschiedene Formen der Besetzung, scheinen im Gekungel aus Gremien und Strukturen verloren gegangen…

Es erscheint hierfür einzig sinnvoll, die verbleibende Zeit kreativ und selbstbestimmt zu nutzen, sowohl im Vorfeld wie auch am Tag der Senatssitzung. Hier ist eine Präsenz an der Uni ab spätestens 7.00 Uhr als “Deadline” anzuraten.

Da auch in diesem Jahr mit gewalttätigem Auftreten des Sicherheitsdienstes “Prodiac” sowie der Polizei zu rechnen ist, heisst der Appell, sich hierauf vorzubereiten und die ggf. notwendige Selbsthilfe einzukalkulieren.

Gegen Gekungel, Gewalt und Gebühren!

  1. Gekungel? Stimme dem nicht ganz zu (als ehemaliger Besatzer). Es gilt hier konstruktiv gegenzuwirken, z.B. gegen die Repressionen des Rektorats, die per Mail Studierende dazu aufrufen, nicht die Senatssitzung zu verfolgen.
    Ein Infotext steht dazu in der Warteschleife…


    — Jan F.    2 Februar 2009, 20:50    #
  2. “eine studentische Senatorin der Juso-Hochschulgruppe”

    Warum nennt ihr [...] nicht beim Namen? So ein unsolidarisches Verhalten hat meiner Ansicht nach auch keinen Persönlichkeitsschutz verdient.

    [Anm. e. Mod.: Denke, dass im Internet besondere Kriterien gelten. An der Uni wissen es eh alle. Im übrigen werden die studentischen SenatorInnen nicht in Personenwahl gewählt, sondern über Listen. Und die betreffende Liste (Partei) ist ja genannt, so dass der politischen Aufklärung genüge getan sein dürfte.]


    — Sunny    3 Februar 2009, 00:23    #
  3. es wäre doch vielmehr interessant, wie sich eigentlich die zwei studentischen senatoren heute während der sitzung verhalten haben? gab es anträge oder sonder-tagesordnungs-punkte? wie zeigte sich
    ihr protest innerhalb der sitzung???


    — ZNRL    4 Februar 2009, 13:38    #
  4. Es gab gestern im anschluss an die “blockade” des unieingangs einen versuch den senatssaal zu besetzen um die sitzung heute zu verhindern. leider gescheitert…


    — gemma    4 Februar 2009, 16:40    #
  5. > wie sich eigentlich die
    > zwei studentischen
    > senatoren heute während
    > der sitzung verhalten
    > haben?

    die 350 euro sind OHNE GEGENSTIMMEN beschlossen worden. soviel dazu.


    — Dieter G. Endlich    5 Februar 2009, 01:06    #

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