Rettet die Bildung! (Uni-Bielefeld)

Die "Bildungs-RetterInnen" kämpfen für eine freie Lebensgestaltung und ein freies Studium für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Hautfarbe, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung.

Solidarität von der Mitgliederversammlung des fzs

4. März 2006, 18:16 in Solidaritaet

Der fzs solidarisiert sich mit den BesetzerInnen des Rektorats der
Universität Bielefeld. Die Besetzung begann am 01. Februar 2006 und dauerte damit über einen Monat. Heute wurde das Rektorat gewaltsam geräumt. Doch die BesetzerInnen haben bereits in der Nacht zum 02. März das Rektorat verlassen. Die Besetzung der letzten 48 Stunden fand also ohne die BesetzerInnen statt.

Rektor Timmermann hat mit der Räumung – und zuvor mit Hausverboten und Strafanzeigen – Repression ausgeübt. Dies verurteilt der fzs aufs schärfste. Durch solche antidemokratischen Handlungen sollen ganz offensichtlich Studierende mundtot gemacht und friedliche Partizipation unterdrückt werden. Gänzlich unverständlich ist die fehlende Gesprächsbereitschaft von Seiten des Rektorats.

Der fzs fordert die Studierenden der Universität Bielefeld und anderswo auf, weiterhin aktiv gegen Studiengebühren zu protestieren. Außerdem fordert der fzs den Senat und das Rektorat der Universität Bielefeld auf, von der Gebührenerhebung abzusehen.

beschlossen durch die 29. Mitgliederversammlung des fzs
Jena, 4. März 2006

Solidaritätserklärung der SJD - Die Falken

4. März 2006, 12:00 in Solidaritaet

Die Unis gehören uns!

Beschluss des Bundesausschusses der SJD – Die Falken vom 4.3.2006

Gegen Studiengebühren aller Art!

Wir erklären uns ausdrücklich solidarisch mit allen Studentinnen und Studenten, Schülerinnen und Schülern, die sich aktiv gegen Studiengebühren aller Art engagieren. Unsere politische Unterstützung gilt dieser Tage vor allem den Besetzerinnen und Besetzern der Unis Bielefeld, Paderborn und Kiel. Auch wenn die Aktionen teilweise (auch durch die Polizei) bereits beendet sind, bleibt der Protest, gerade mit diesen kraftvollen, mutigen und ausdauernden Aktionen ein wichtiger Teil im Kampf für einen gerechten Zugang zu jeglicher Bildung. Studiengebühren sind immer unsozial, wir werden uns nicht der Verwertungslogik der Universitätsleitungen, Rektorate und Regierungen beugen!

Durch Studiengebühren werden Studierende dazu gezwungen, nach ökonomischen Kriterien ihr Studium zu gestalten. Lernen und Bildung werden nur noch unter dem Blickwinkel der Investition in Humankapital betrachtet. Somit ergibt sich für die Studierenden eine noch stärkere Notwendigkeit, sich den Marktanforderungen anzupassen. Dadurch wird ein an Konkurrenz ausgerichtetes Handeln gelernt, welches zur Übernahme ökonomischer Logik in sämtlichen Lebensbereichen führt. Studiengebühren sollen das Studium zu einer Investition der Studierenden in ihre spätere Verwertbarkeit durch Unternehmen und Staat machen.

Unsere Forderungen

  • Wir fordern alle Landesparlamente und Landesregierungen dazu auf, weder Studiengebühren per Gesetz zu beschließen noch versteckte Studiengebühren in Form von zusätzlichen Verwaltungsgebühren o. ä. zu erheben und bereits eingeführte Studiengebühren jeglicher Art abzuschaffen.
  • Wir fordern die Gliederungen unseres Verbandes auf, sich mit dem Thema “Bildung, Studium und Studiengebühren” zu beschäftigen und StudentInnen und SchülerInnen vor Ort nach Kräften und Möglichkeiten bei Aktionen, Demonstrationen etc. zu unterstützen.
  • Bildung ist keine Ware sondern ein Grund- und Menschenrecht!

Deshalb fordern wir:
Bildung für alle – und zwar umsonst!

Solidarische Grüße aus Göttingen

3. März 2006, 19:58 in Solidaritaet

Auch an Göttingen ist die Nachricht, dass es an der Universität
Bielefeld kocht, nicht vorbei gegangen. Die Besetzung des Rektorats zeigt, dass der Kampf gegen die Einführung von Studiengebühren kein lokales Problem ist. Der Abbau von sozialen Strukturen, der gepaart mit verstärkter Repression auftaucht ist ein eindeutiges Zeichen, dass Widerstand nicht nur Sinn macht sondern auch notwendig ist. Die Kürzungen an den Universitäten und Kapitalisierung der Studienfächer durch den Bachelor/Master gehen einher mit Entdemokratisierung der Universitäten und immer weiter abnehmenden Möglichkeiten, sich mit kritischen Wissenschaften auseinander zu setzen. Dies sind gesellschaftliche Fakten, die es gilt zu bekämpfen. Darüber hinaus gilt es gesamtgesellschaftliche Aspekte in die Kritik auf zu nehmen und zu erkennen, dass es nicht ausreichen würde, die “alten” Zustände wieder zu beschwören. Es geht im Kampf gegen Studiengebühren um die Option, Freiräume zu schaffen um innerhalb derer eine gesamtgesellschafltiche Kritik zu verfassen, die es zulässt eben diese als “natürlich” erscheinenden Realtitäten ab- und an deren Stelle eine freiheitliche, solidarische Gesellschaft aufzubauen. Studiengebühren sind nicht nur asozial, sondern sie sind ein Ausdruck eines inneren Widerspruchs, der nicht länger verdeckt werden kann.

Es freut uns zu sehen, dass eben diese gesamtgesellschaftlichen
Zusammenhänge bei der Besetzung des Rektorats in Bielefeld zum Ausdruck kommen, dass diese bekämpft werden und dass der Protest offenbar entschlossen genug ist und eine derart öffentliche Unterstützung genießt, so dass es zu einer Besetzung von mehr als drei Wochen kommen kann. Auch in Göttingen gab es Versuche, eine Besetzung durchzuführen und aufrecht zu halten. Leider wurde diese nach einigen Stunden durch die Polizei beendet. Der Widerstand ist noch lange nicht gebrochen und eure Aktionen sind inspirierend und sinnvoll zugleich. Haltet die
Aktionsvielfalt aufrecht, auf daß der politische Druck groß genug wird um, endlich etwas zu verändern. Aus diesen Gründen solidarisieren wir uns mit den Protestierenden an der Universität Bielefeld.

Solidarische Grüße,

Basisdemokratisches Bündnis Göttingen
Basisgruppe Geschichte Göttingen

Soli-Plakat an der Uni-Frankfurt

3. März 2006, 14:00 in Solidaritaet

Am Haupteingang der Uni-Frankfurt wurde heute von Studierenden ein Soli-Plakat für uns aufgehängt.

Danke!

Hausverbot ist kein Protestverbot ("Aktionsbündnis gegen Studiengebühren" vom 03.03.2006)

3. März 2006, 08:30 in Solidaritaet

Zur aktuellen Lage an der Universität Bielefeld – gegen Repression und Mundverbot

Das Rektorat hat den Besetzenden auf A3 partielles Hausverbot ausgesprochen und damit den Weg für förderliche Gespräche zwischen dem Rektorat und den Besetzenden vorerst versperrt. Die Besetzenden sehen allerdings keinen Grund dazu, von ihren Forderungen abzulassen oder die Rektoratsräume freizugeben.

Die Verbarrikadierung des A3-Flurs verbildlicht treffend den festgefahrenen Stand der Verhandlungen.

Dabei zählen die Besetzenden die Erzwingung einer egalitären Gesprächsposition nach wie vor zu ihrem Hauptanliegen. Die latent angekündigten Pläne, das Rektorat durch Vollstreckungskräfte räumen zu lassen, nachdem das Verlangen nach öffentlichen Gesprächen durch das Rektorat über einen Monat lang kommentarlos ignoriert wurde, zeigt noch einmal deutlich, dass eine ernstzunehmende hochschulpolitische Mitgestaltung durch die Studierenden an dieser Universität unerwünscht ist.

An der Problematik, die die Einführung von Studienkosten-Refinanzierungssystemen, die voranschreitende Ökonomisierung und die zunehmende Privatisierung mit sich bringen, ändert das Hausverbot nichts. Nachdem das Rektorat versucht hat, die Proteste auszusitzen, sie durch Kriminalisierung und Einschüchterung zu spalten, sollen sie nun unterdrückt werden.

Das AktionsBündnis gegen Studiengebühren (ABS) wird während dessen die Möglichkeit bieten, sich über die genauen Reformvorhaben im Bildungssystem zu informieren und auf friedlich-legale Weise gegen die durch die Bielefelder Universität massiv vorangetriebenen Umstrukturierungen des Hochschulwesens und die Selektion der Forschungsbereiche nach Kriterien der finanziellen Verwertbarkeit zu protestieren. Wenn du dich differenziert und argumentativ, durch pure Anwesenheit oder die Teilnahme an Aktionen an einer kritischen Auseinandersetzung mit diesen Themen beteiligen willst, dann investiere zwei Stunden in der Woche für eine unversperrte Zukunft für alle Menschen – unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Nationalität oder ihrer sozialen Herkunft.

Das ABS trifft sich jeden Donnerstag ab 18h im Soz-Café (L3-120).

Aktionsbündnis gegen Studiengebühren

Solidaritätsaktion in Freiburg

2. März 2006, 15:01 in Solidaritaet

Quelle: Indymedia Germany vom 02.03.2006

Solidarische Grüße von attac aus Münster

1. März 2006, 15:02 in Solidaritaet

Kommilitoninnen und Kommilitonen, liebe Kumpel in Bielefeld und Paderborn!

Als Hochschulgruppe attac-campus Münster erklären wir Euch hiermit unsere Solidarität beim Protest gegen die geplante Einführung allgemeiner Studiengebühren in NRW!
Wir stehen voll hinter Eurer Forderung nach einem freien Zugang zu Hochschulen in Nordrhein-Westfalen.

Machen wir uns nichts vor – soziale Polarisierungen zwischen reichen, in Anführungszeichen gebildeten – d.h. zumindest mit einem Papier über einen Abschluss versehenen – Menschen und armen, von Bildungsinstitutionen ausgeschlossenen Menschen würden sich tendenziell verstärken. – Eine Reproduktion der herrschenden Verteilung von Reichtum und damit dann auch Bildungschancen wäre wahrscheinlich, damit der Anspruch der Politik, gleichwertige Lebenschancen für alle Menschen in der BRD zu gewährleisten konterkariert –
(Art. 20 Abs. 1 GG: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.“) – Wir wehren uns gegen eine Partialbetrachtung des Themas Hochschulbildung: Eine Universität kann allein der Sache nach nicht als einzelne „Leistungs- oder Betriebseinheit“ betrachtet werden, bei es direkte Profiteure und somit direkt Zahlungspflichtige gibt.
Neben der örtlichen Wirtschaft, die allein durch die Anwesenheit der Studenten profitiert, zieht die Gesellschaft als ganze Nutzen aus dem Studium der Bürger, der wohl schwer rein monetär zu beziffern ist. Es zeichnet gerade eine Gemeinschaft, ein politisch verfasstes Gemeinwesen aus, dass es steuerfinanzierte Leistungen gibt, die dem Allgemeinwohl zu Gute kommen. Als eine solche Leistung betrachten wir eine erste Hochschulausbildung!
Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, keine privatwirtschaftliche! – Ein Rückzug der staatlichen Landespolitik aus dem Bildungsbereich ist nicht zu erhoffen, auch nicht in jedem Fall zu erwarten, jedoch zu befürchten. In Australien zog sich der Staat nach der Einführung des Gebührensystems HECS ab 1989 nach und nach immer stärker aus der Hochschulfinanzierung zurück – angesichts der von Euch beschriebenen Steuerausfälle und finanziellen Engpässe der Landesregierung ist unserer M.n. auch hier Ähnliches zu befürchten.

Dadurch würde sich eine Entwicklung einstellen, die mehr und mehr zu Marktmechanismen im gesamten Bildungsbereich führt. Dies beurteilen wir kritisch:

Es ist nicht hinzunehmen, dass Spitzenprojekte im Rahmen von „Exzellenzinitiativen“ auf Kosten der Bildung der Mehrheit der Menschen durch öffentliche Hand gefördert werden.
In erster Linie hat das Land NRW dafür Sorge zu tragen, dass eine Breitenbildung wie bisher möglich ist. Diese ist nicht vom Himmel gefallen. Entsprechend gilt es heute, die für die breite Bevölkerung offene Universität als gesellschaftliche Einrichtung zu erhalten!

Allein der Sache nach kann nicht jede Uni in NRW ein großer Leuchtturm der internationalen Wissenschaft und Forschung sein! Natürlich – so wie auch nicht jeder Läufer sich mit Ben Johnson misst (auch wenn er von seiner Schnelligkeit träumen mag) – kann auch nicht jede Uni das Format von Yale oder Harvard haben. !? Wann wird das den politischen Innovationskünstlern einleuchten?! Aber muss jede Uni überhaupt den Anspruch haben, in einer Liga mit dem MIT, mit Oxford oder internationalen Größen zu spielen?

Unserer Meinung nach sollte jede Uni durch ein ansprechendes realitäts- und menschennahes Bildungsangebot dafür Sorge tragen, dass sie „Leuchtturm“ für einzelne Studenten oder Gruppen sein kann. Dass sie nicht nur im Vergleich zu anderen Unis und über Rankings, sondern vor allem auch aus sich selbst heraus lebt. Aus einem gemeinsamen Interesse am Lernen und Lehren heraus, nicht primär aus dem Interesse des einzelnen nach einem möglichst hohen Salär im Anschluss an seine Studien heraus.

Entsprechend muss die Institution Uni für die Bevölkerung offen bleiben! In diesem Sinne schicken wir Euch ein Bild unserer Aktion „Eintritt frei“:

Wir lassen uns und auch andere, ärmere Mitmenschen nicht aus der Uni „herausinnovieren“ – nicht durch 500 und auch nicht durch 5000 anvisierte Euro Gebühren und auch nicht durch ein angebliches „Hochschulfinanzierungsgerechtigkeitsgesetz“!

Gerechtigkeit – Innovation ??
Viel Gerede – blanker Hohn !!

In diesem Sinne: Bon Courage! Solidarische Grüße aus Münster !

attac-campus Münster

Soli vom politischen Aschermittwoch der Linkspartei

1. März 2006, 15:00 in Solidaritaet

In seinem Redebeitrag zum Thema Bildung beim politischen Aschermittwoch der Linkspartei hat sich Steffen Kühne, stellv. Landesvorsitzender von [‘solid] Brandenburg, wie folgt mit der Besetzung solidarisiert:

Man soll ja immer mit etwas Positivem aufhören… . Hoffnung machen auf jeden Fall die Proteste. Na klar, es könnte mehr sein. Mehr Proteste, mehr Leute, mehr Lärm und mehr Druck. Trotzdem sollten gerade wir diese Proteste nicht klein reden – an dieser Stelle solidarische Grüße an die KommilitonInnen, die seit einem Monat das Rektorat der Uni Bielefeld besetzt halten und seit gestern Abend von Räumung bedroht sind. Macht weiter und lasst euch nichts gefallen!

siehe auch [’solid]er Appetizer: Bildung

die Rede von Steffen Kühne kann man sich hier anhören:
Redebeitrag von Steffen Kühne, stellv. Landesvorsitzender von [‘solid] Brandenburg, auf dem Politischen Aschermittwoch der Linkspartei.PDS

AStA Münster: „Haltet durch!“

1. März 2006, 14:00 in Solidaritaet

Seit nunmehr 4 Wochen besetzen die Studierenden der Uni Bielefeld das dortige Rektorat. Die Forderungen der Studierenden, den undemokratisch gefällten Senatsbeschluss zurückzunehmen, werden weiterhin konsequent übergangen. Nun hat der Rektor Timmermann Hausverbot erteilt, es droht die Räumung durch die Polizei. Dennoch werden die Studierenden das Rektorat nicht freiwillig verlassen.

„Entweder der Rektor macht den Bielefeldern konstruktive Vorschläge oder er droht ihnen mit Gewalt, eines geht nur“, so Kurt Stiegler Hochschulpolitikreferent des AStA Uni Münster. „Die bisherigen Vorschläge des Rektors sind ein Witz. Die Ausnahmeregelungen, die nun hervorgeholt werden sind einfach zu wenig.“

Ein schlechtes Stipendiensystem zusammen mit Studiengebühren weiten die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter aus. Dies zeigt auch die neueste Studie des Darmstädter Soziologen Michael Hartmann: „Studiengebühren und Hochschulzugang: Vorbild USA?“. Demnach schaffen es dort nur noch etwa 3% der Studienanfänger aus ärmeren Schichten an die teuren Privatuniversitäten. Noch sind wir in Deutschland nicht so weit, die Einführung von Studiengebühren geht jedoch in genau die falsche Richtung.

„Nun wird der Kampf um die Einführung an die Universitäten getragen und die Uni Bielefeld ist erst der Anfang des Protestes.“, so Olaf Götze, AStA Öffentlichkeitsreferent. Deshalb unterstützen auch Studierende aus Münster den Protest. Das Banner „Eintritt frei.“ hängt schon seit Beginn der Besetzung in der großen Unihalle des Bielefelder Campus. „Ich bin begeistert, mit welchen kreativen Ideen die Studierenden hier in Bielefeld nun weitere Kommilitonen
darauf aufmerksam machen, dass der Protest eine gute Sache ist.“, berichtet Jörg Rostek, Studierender aus Münster nach seinem Besuch in Bielefeld.

„Haltet durch! Die guten Argumente und die Studierenden aus Münster sind auf eurer Seite“, so ist es einhellig aus dem AStA der Uni Münster zu hören.

Solidarität von "Telgte� Links Ab!"

28. Februar 2006, 01:54 in Solidaritaet

Liebe Besetzer/innen in Bielefeld und in Paderborn!

Wir sind eine Gruppe von Schüler/innen und finden es super, dass ihr euch gegen Studiengebühren einsetzt. Wir, die Studierenden von Morgen möchten eine freie und allen zugängliche Bildung!

Wir glauben nicht, dass Studiengebühren dazu beitragen, dass es den Hochschulen dauerhaft finanziell besser geht, geschweige denn eine sinnvolle Antwort auf das Problem der Unterfinanzierung des Bildungswesens darstellen.

Auch glauben wir nicht, dass das Studium wirtschaftlicher gestaltet werden muss oder soll. Die Gesellschaftswissenschaften sowie andere Fächer, die nicht oder schlecht wirtschaftlich verwertbar sind, werden dadurch verdrängt. Für viele Studierende, die heute schon ihr Geld mit Nebenjobs verdienen müssen, ist eine weitere Verschärfung (das Gleiche leisten bei kürzerer Studiendauer) sehr problematisch.

Vor allem glauben wir aber, dass allen Menschen der Zugang zu Bildung offengehalten werden sollte. Das sehen wir durch Studiengebühren gefährdet. Durch Studiengebühren wird Bildung zu einem Privileg der Reichen. 500 Euro sind erst der Einstieg. Auch nachgelagerte Gebühren verhindern nicht einen Abschreckungseffekt. Menschen aus finanziell schwächeren Kreisen sind es nämlich nicht gewohnt, mal eben ein paar tausend Euro in ihre Bildung zu “investieren”, die Angst vor den Schulden bleibt.

Wir finden es klasse, dass ihr euch gewaltfrei aber bestimmt dafür einsetzt, dass es mit der Chancengleichheit nicht ganz den Berg hinab geht.

Macht weiter so!

Telgte� Links Ab!

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