Rettet die Bildung! (Uni-Bielefeld)

Die "Bildungs-RetterInnen" kämpfen für eine freie Lebensgestaltung und ein freies Studium für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Hautfarbe, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung.

Solidaritätserklärung des Bonner Studierendenparlaments

26. Februar 2006, 11:49 in Solidaritaet

Am 21.02 erklärte das Studierendenparlament (SP) der Universität Bonn seine Solidarität mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen der Universitäten Paderborn und Bielefeld. Studierende halten dort derzeit die Rektorate besetzt – aus Protest gegen die geplante Einführung von Studiengebühren. Das SP der Uni Bonn begrüßt den friedlichen Protest und hofft, dass sich die Besetzerinnen und Besetzer mit ihren Forderungen durchsetzen werden.

Der Antrag wurde angenommen, lediglich der RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) und große Teile der ULF (Unabhängige Liste der Fachschaften) stimmten dagegen, ansonsten waren alle anwesenden Fraktionen geschlossen dafür.

  1. Ich habe gehört, daß entweder heute oder morgen im Schutz der Nacht geräumt werden soll. Weiß jemand was genaueres ?


    Räumung    26 Februar 2006, 20:22    #
  2. erstmal muss den BestzerInnen Hausverbot ausgesprochen werden.


    — Lukas    26 Februar 2006, 20:30    #
  3. Warum erst Hausverbot? Heißt das dann auch Rauswurf aus der Uni?


    Räumung    26 Februar 2006, 20:48    #
  4. Nein, es geht darum, daß bisher kein Appell an die Studierenden erfolgt ist, daß sie gehen soll. Wir besetzen zwar das Rektorat, bislang aber ohne zum Gehen aufgefordert worden zu sein.
    Darf man fragen, wo Du das “gehört” hast?


    Fabian    26 Februar 2006, 22:02    #
  5. Ihr seid nicht zum Verlassen aufgefordert worden? Na dann scheints das Rektorat ja wohl nicht wirklich zu jucken… Was ich auch komisch finde: Du meinst, das Rektorat müsste eine Frist zwischen einer formalen Aufforderung zur Räumung und der Rückkehr in seine eigenen Räume verstreichen lassen? Also ich kenne das eigentlich so, dass der Eigentümer mit den Bullen vor der Tür steht, und wenn man dann nicht innerhalb von ein paar Minuten freiwillig draußen ist, gibt es das volle Programm: Knüppel, Pfefferspray und anschließend vorläufige Festnahme und erkennungsdienstliche Behandlung…


    — Räumung    26 Februar 2006, 22:39    #
  6. Das würde die Popularität des Herrn Timmermann wohl negativ beeinflussen und eine unnötige Eskalation bedeuten.


    Fabian    26 Februar 2006, 22:43    #
  7. Wieso Eskalation? Für das Rektorat wäre das Problem damit beseitigt. Oder etwa nicht?
    Und Timmermanns Popularität bei den Professoren und den nicht-Studenten würde damit sicherlich nicht sinken. Bei der Berichterstattung wäre sogar das Gegenteil der Fall.


    — Räumung    26 Februar 2006, 22:48    #
  8. “Knüppel, Pfefferspray und anschließend vorläufige Festnahme und erkennungsdienstliche Behandlung” sind seit 68 eigentlich nicht mehr so üblich im Umgang mit protestierenden Studenten.

    Und “Knüppel, Pfefferspray und anschließend vorläufige Festnahme und erkennungsdienstliche Behandlung” klängen für mich jetzt auch nicht wirklich nach ernsthafter Auseinandersetzung mit dem Anliegen der Studenten, ich weiss ja nicht, was die Berichterstattung dazu sagen würde.

    Die Studenten im Rektorat sind doch nur physische Manifestation einer kontroversen Diskussion, die bundesweit existiert und sich nicht einfach mal so “wegräumen” lässt.


    — Neue Bürgerlichkeit    26 Februar 2006, 23:56    #
  9. Also, liebe Leute, lasst euch mal nicht verrückt machen. Mein Kumpel ist Anwalt in Osnabrück und hat schon drei solcher Fälle vertreten (falls erforderlich ist der auch ohne Honorar für euch da). Also wichtig ist absoluter Gewaltverzicht. Tretet den Spontis richtig in den Arsch. Die könnten euch wirklich in Schwierigkeiten bringen. Aber wenn ihr nichts kaputt macht, kommt ihr da ohne Schaden raus.
    Mehr sollte ich hier nicht verraten. Die “monetär irregeleiteten” lesen mit.
    IHR SEID WUNDERBAR. ICH LIEBE EUCH!


    — Martin    27 Februar 2006, 00:22    #
  10. ohne honorar? hm – ich globs och – immer diese superreliablen aussagen des anpeitschens…


    — alois    27 Februar 2006, 08:44    #
  11. Ist es eigentlich richtig, dass sich auch der Nazi-AStA der Uni Köln mit der Besetzung solid-Arisch erklärt hat?


    — Anna    27 Februar 2006, 10:44    #
  12. In Köln gibts keine Nazis im AStA, wenn konservativ = Nazi ist dann wären die Besetzer ja Kommunisten….


    — Frank    27 Februar 2006, 11:20    #
  13. Was hat der Post “Räumung” mit dem Artikel zur Solidarität zu tun? Bitte thematisch entsprechend posten. Danke! :-)


    — Jan    27 Februar 2006, 11:37    #
  14. “Knüppel, Pfefferspray und anschließend vorläufige Festnahme und erkennungsdienstliche Behandlung” sind seit 68 eigentlich nicht mehr so üblich im Umgang mit protestierenden Studenten.

    Da irrt ihr Euch ganz gewaltig. Im “Summer of Resistance” in Hamburg war genau das der übliche Standard. Das war letztes Jahr.


    — Ein Hamburger    27 Februar 2006, 11:42    #
  15. @Frank
    Na, AStA/Stupa Bielefeld sehen das wohl anders ..


    — Anna    27 Februar 2006, 11:44    #
  16. @ Hamburger:

    Ich sagte ja: “eigentlich”.

    Beim neoliberalen Hamburger Senat fehlen leider Anstand und Manieren, erst koalierte man mit dem durchgeknallten Schill, dann ignorierte man Volksbegehren und privatisierte alles, was nicht niet- und nagelfest war, und dann liess man eben protestierende Studenten verprügeln.

    Am Ergebnis ändert das blos nix: 95%, oder 12.000 Hamburger Studierende, haben sich klar und eindeutig gegen die Einführung von Studiengebühren ausgesprochen.

    Nur eine öffentliche Debatte gab es damals leider, leider nicht, in SPIEGEL- und Springer-City.

    Aber dass “eine gewisse christlich-konservative Partei” gerne wieder zurück in die guten 50er-Jahre will, das pfeifen mittlerweile ja schon die Spatzen von den Dächern, und von den SPIEGEL-Sonderausgaben…


    — Neue Bürgerlichkeit    27 Februar 2006, 12:27    #
  17. Könnte jemand den Nazi Vorwurf an den Asta Köln mal konkretesieren, das ist mir neu.
    Hat der Kölner Asta ne Hakenkreuzflagge statt nem roten Stern als Banner gehisst oder was soll so ein Vorwurf?


    — more Ice T    27 Februar 2006, 19:35    #
  18. Hallo Ice T,
    kein Problem:

    AStA-Bielefeld-gegen-Nazis


    — Patrick    27 Februar 2006, 20:05    #
  19. Ähm soweit ich weiss ist Hartman seit anfang Dezember von allen Ämtern in Köln zurückgetreten und hat auch sein PErsonengebundenes Mandat im ASTA nich angetreten. Er hat sich komplett aus der Politik zurückgezogen.
    Findet ihr es nicht etwas gefährlich jeden gleich pauschal als Nazi zu bezeichen. Ich finde das würdigt diejenigen herab die wirklich unt den NS Verbrechen zu leiden hatten, wenn jemand schon ein Nazi ist nur weil er im Asta der Uni Köln sitzt, und das legt die Aussage “Nazi Asta” meiner Meinung nach nahe, dann verharmlost man das was damals passiert ist, indem man den Begriff Nazi veralltäglicht. Und das finde ich sollte man nicht tun. Sorry!Für mich ist nicht jeder Rechte ein Nazi und ein Konservativer schon gar nicht. Wenn es so wäre hätte ich Angst.


    — more Ice T    27 Februar 2006, 20:39    #
  20. @Patrick
    Danke für den Link.

    Leider sagt diese Stellungnahme des Astas Bielefeld nur wenig über die Zusammensetzung des Astas in Köln aus und warum die “Zusammenarbeit” abgebrochen wurde und in welcher Form sie zuvor bestand.

    Zusammensetzung Asta Köln:
    http://caesar.asta.uni-koeln.de/asta/de/referate/

    @ more Ice T
    Stimme Dir voll und ganz zu!

    @ Anna
    Mir wird allerdings nicht klarer warum der Asta Köln so böse ist.
    Erklärst Du es uns?


    — Hendrik    27 Februar 2006, 23:35    #
  21. Hallo Hendrik,

    die Mitteilung des AStA, deren Verweis Patrick eingestellt hat, hast du nicht wirklich gelesen, oder?


    — Anna    28 Februar 2006, 15:28    #

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