Rettet die Bildung! (Uni-Bielefeld)

Die "Bildungs-RetterInnen" kämpfen für eine freie Lebensgestaltung und ein freies Studium für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Hautfarbe, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung.

An Frau Wintermantel

10. Juli 2006, 09:02 in direkt-von-uns

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk am 6. Juli 2006 äußert sich die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel, zum Thema Studiengebühren. Sie ist pro Studiengebühren, weil sie es für ungerecht hält, dass Nicht-Akademiker Akademikern das Studium bezahlen. Ebenfalls sagt sie, dass sich doch durch Studiengebühren die Lehre verbessern würde. Ebenfalls sei die Höhe von 500 Euro nicht so groß, dass Studierende aus finanziell schwachen Familien vom Studium abgehalten werden würden.

Also liebe Frau Wintermantel,

wenn sie wirklich der Meinung sind, dass die Lehre an den Hochschulen verbessert und sozial gerechter sein soll als sie es heute ist, dann müssen, ich wiederhole, MÜSSEN Sie gegen Studiengebühren sein. Denn die Meßlatte von 500 Euro, beispielsweise in NRW, wird noch höher gelegt werden. Wer dies bezweifelt ist politisch naiv. Ebenso darf, und zwar mit gutem Recht, bezweifelt werden, dass Studiengebühren die Lehre nachhaltig verbessern werden. Wahrscheinlicher ist es, dass langfristig die Hochschulfinanzierung aus Steuermitteln zurückgefahren wird und dadurch der MEHR-Geld-Effekt von Studiengebühren neutralisiert werden wird.

Liebe Frau Wintermantel, ihre Einschätzung in allen Ehren, aber wenn Sie Geld brauchen, dann sollten Sie sich mit der protestierenden Studierendenschaft verbünden und gemeinsam dafür eintreten, das MEHR Steuermittel, besonders von finanziell starken Schichten, das Bildungssystem als GANZES gerechter machen. Alles andere ist der Weg in eine bildungspolitische Zweiklassengesellschaft. Und wer will das schon.

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