Rettet die Bildung! (Uni-Bielefeld)

Die "Bildungs-RetterInnen" kämpfen für eine freie Lebensgestaltung und ein freies Studium für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Hautfarbe, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung.

Verlängerung bis Mittwoch

6. Februar 2006, 12:44 in direkt-von-uns

Die Besetzung wird nun vorerst bis Mittwoch verlängert, dann zeigt sich ob und wie lange wir danach noch im Rektorat bleiben.

  1. Hi. Danke für das was ihr tut! Danke für eure Ausdauer. Das Rektorat hat durch seine Unehrlichkeit und Arroganz bestochen. Wir brauchen ein Rektorat, dass sich mit seinen Studierenden identifiziert, nicht eins, dass sich mit dem Geld, der Ökonomie und den Prozessen der Wirtschaft identifiziert. Wir brauchen ein Rektorat, dass sich emotional, mit Herz, mit Wissen, mit Kompetenz und mit dem Mut zur eigenständigen Politik, auch gegen andere UNi´s und auch gegen die Landes- wie die Bundespolitik stellen kann. Ein Rektorat basierend auf einer größeren Stimmenzahl von Studentischenvertretern im Senat. Timmermann steht diesem Bild eines Rektorats entgegen, er zeichnet sich als Ökonom aus, nicht aber als Rektor! Deswegen muss Timmerman akzeptieren, dass er nicht ein Rektor getragen von Stusdentinnen ist, sonder nur einer der von der Feigheit, dem politischen Desinteresse und der Käuflichkeit unmündiger ProfessorenInnen getragen wird.
    Wahrscheinlich wird er sich in die Semesterferien “retten”, danach mus sich die Offensive gegen ihn und seine Oligarchie formiert haben.
    Support your local BesetzerInnen!!! Gegen Willkür und Herrschaft der Ökonomie, für Ehrlichkeit und Mitmenschlichkeit!!!


    — RektoratAbsetzenFreiheit - RAF    6 Februar 2006, 13:21    #
  2. Jeder normale Studi sollte ssich für euch schämen.Man sollte euch mit ´der Polizei da raus holen. Ich will nicht näher zusammenzutschen in Seminaren. Man kommt ja erst gar nicht rein. STUDIENGEBÜHREN ich WILL EUCH HABEN


    — ISCH    6 Februar 2006, 17:03    #
  3. tut mir leid, da bist du wohl in der minderheit.


    — ?    6 Februar 2006, 21:01    #
  4. wenn du produktiv diskutieren willst, komm vorbei und stell dich dem plenum!!!!!!!


    — isch auch    6 Februar 2006, 21:08    #
  5. hoffe ihr könnt das rektorat noch lange besetzt halten. falls es eine räumung geben soll, bitte schnell bei indymedia poste – wegen mobilisierung


    — TheUsed84    6 Februar 2006, 21:12    #
  6. Ihr müsstmindestens bis zum 13.2 durchhalten,dann kommt der Schweineminister vorbei!
    Lasst euch nicht verarschen nur weildie sagen ihr sollt dann zum Ende der Woche raus, tun dieeuch noch nix.

    Die haben selber vielmehr schiss!! ZU RECHT!


    — gebührentod droht    6 Februar 2006, 22:16    #
  7. Hallo Besetzer
    Als Mittwoch nach der Sitzung einige ins Rektorat verschwunden sind, bin ich von einem kurzen Aufschreib ausgegangen, der sich in den nächsten paar Stunden wieder gelegt hätte. Dass es bis heute andauern würde hätte ich nicht gedacht. Respekt vor eurem Elan, Ideenreichtum , eurer Ausdauer und dem Idealismus, auf so unkonventionellem Weg etwas erreichen zu können.
    Vorweg gesagt ich fände es angenehmer, wenn keine Studiengebühren kämen. Aber ich wäre damit einverstanden, wenn das Geld an die Uni gehen würde.
    Soweit dazu, nun zur Kritik. Erstens werft ihr Timmermann vor, über die Köpfe der Studis weg, anstatt mit ihnen zu entscheiden. Klar wieviele Studis stehen hinter dem Rektor…? Aber Gegenfrage: Wieviele Leute stehen hinter dem AStA?... 100, 200? Es kann doch nicht von einer Vertretung aller Studenten die Rede sein, wenn 200 von 17.500 vorgeben, sich für die vermeintlichen Interessen aller Studenten einsetzen, sondern primär für ihre eigenen. Also ich für meinen Teil sehe mich weder vom Rektorat noch vom Asta vertreten. Ich denke die Zeiten haben sich nun mal so stark verändert, dass wir weit davon entfernt sind eine politisch engagierte und uns zusammen gehörende Studentengemeinschaft zu bilden. Realistisch betrachtet sind doch die meisten von uns heute schon Einzelkämpfer, die sich auf den späteren Lebenskampf vorbereiten. Da geht es doch an der Wirklichkeit vorbei sich als Gruppe zu fühlen, die füreinander steht und sich füreinander einsetzt, wenn dieser Traum mit Abschluss des Studiums sofort endet. Sicherlich ist dies erstrebenswert, doch die meisten kommen nun mal aus wohlhabenderen Elternhäusern und sind mit dem Kapitalismus in angenehmer Weise groß geworden!
    Zweitens ist es ebenso ignorant wie weltfremd Reliquien aus Timmermanns Rektorat zu fotografieren und zu veröffentlichen, als wäre es abwegig, dass ein Rektor ein Bouleset, Meissener-Porzellan oder ein Buch, welches von einer Professorin seiner Uni (http://www.jura.uni-bielefeld.de/Lehrstuehle/Bannenberg/index.html)über Korruption, geschrieben wurde, bei sich stehen hat. Im Vergleich zu Rektoraten anderer Universitäten ist das eine spärliche Ausstattung. Ich habe den Eindruck hier sollte mit aller Macht etwas gezeigt werden, das Timmermann in ein elitäres Licht stellt. Doch ich muss sagen ich finde es eher sympathisch, dass ein Rektor Boule spielt, Veröffentlichungen seiner Kollegschaft bei sich stehen hat oder eine niedliche Maus, die ihm übergeben wurde, als er Rektor wurde!
    Drittens finde ich solltet ihr eine Diskussion auch über das Internet führen und nicht darauf verweisen, dass man ja ins Rektorat kommen könne um zu diskutieren. Das werden wohl die wenigsten tun. Da ist das Internet wesentlich einfacher und studentenfreundlicher!
    Besser als gar keinen Kontakt zu den Studenten…als allgemeiner Studentenausschuss – oder??


    — Markus    7 Februar 2006, 08:48    #
  8. Hallo Markus,

    Dank für deinen differenzierten Beitrag. Der ist nämlich – im gegensatz zu dem, was weiter oben steht – ernst zu nehmen.
    Gleich zu Beginn: Ich bn klar und deutlich gegn Gebühren. Wer die öffentliche Diskussion der letzten Jahre verfolgt hat, muss erkennen, dass 500 Euro erst der Einstieg sind. Es wird kein Jahr dauern, und unsere Landesregierung wird den Satz erhöhen. Wir stehen dann vor der gleichen Situation wie jetzt: Die anderen machen das auch und deshalb müssen wir nachziehen.
    Ich möchte aber vor allem auf einen Punkt deinr Argumentation eingehen, und der betrifft die Legitimation von AstA un Senatoren. Diese zweifelst du an.
    Es handelt sich dabei eindeutig um politische Ämter. Es geht den Leuten, die dort arbeiten, nicht um Selbstverwriklichung (die lässt sich anders viel leichter, mit viel weniger Widerstand erreichen). Und niemand dort hat den Anspruch, die Meinungen ALLER Studis repräsentieren zu können. Auch Politiker, Abgeordnete wie Minister, vertreten in erster Linie eine Politikrichtung. Und zwar weil sie über eine Mehrheit gewählt sind.
    Genau so verhält es sich an der Hochschule: Die Leute wurden in die Ämter gewählt. Von der Mehrheit der Studierenden. Dass die Wahlbeteiligungen nicht berauschend sind ist richtig. Aber jede und jeder Studi hat die Möglichkeit zu wählen, jede und jeder bekommt das mit. Nur sich informieren, dass muss dann wirklich jedeR alleine leisten.

    Und das alleine reicht. Sonst wären die meisten Kommunalwahlen in Deutschland unrechtmäßig.

    Grüße von zu Hause,

    Ingo.


    — Ingo    7 Februar 2006, 16:48    #
  9. Habe gelesen, daß Herr Timmermann schon vor der Senatssitzung mit den jeweiligen Fakultäten verhandelt habe wieviel sie von den Studiengebühren bekommen (die noch gar nicht beschlossen waren). Das wäre ziemlich krass, würde allerdings die Zustimmung der Professoren erklären; ABER: glauben die wirklich, daß das Geld dort ankommt? Nach Abzug der Verwaltungskosten bleibt nicht viel übrig von 5ooEuro und wenn der (kleine) Rest dann in die Forschung fließt, statt in die Lehre ist die Klagewelle vorprogrammiert, oder wurde ev. auch schon eine Gebührenerhöhung versprochen?


    — lilo    8 Februar 2006, 14:59    #
  10. Na, ist der Einstieg erstmal geschafft, geht es munter weiter, ist doch logisch.

    Die alte Salami-Taktik: Scheibe fuer Scheibe, lecker.

    Schritt 1 waren die Langzeitgebuehren (Ba-Wue&Niedersachsen), dann kamen die Studienkonten (Langzeitstudiengebuehren, Zweitstudiengebuehren, SeniorInnengebuehren, AuslaenderInnengebuehren) und jetzt als logische Fortsetzung allgemeine Studiengebuehren.

    Dazu dann das Auswahlrecht der Hochschule bei den StudienbewerberInnen, der Zug hat schon ziemlich viel Fahrt aufgenommen.

    Zeit fuer eine Gleissprengung, denke ich.


    — Stefan    8 Februar 2006, 21:22    #
  11. Einen schönen Guten Abend,

    erstmal Vielen Dank für Euren tatkräftigen Einsatz, um auf die vorherrschenden Missverhältnisse im Senat aufmerksam zu machen!

    Das Ihr gegen Studiengebühren seid ist wohl allen klar geworden, auch das die Unis nicht mehr finanzielle Zuwendung seitens der Länder zu erwarten haben dürfte glasklar sein.
    Deshalb meine Frage an Euch:
    Wie möchtet Ihr die Situation an der Uni und den Fakultäten verbessern?
    Nur gegen Gebühren zu sein ermöglicht noch längst nicht allein ein angenehmes Studium. Ein Beispiel:
    Ich studiere derzeit im 5. Semester und muss befürchten nicht in der Regelstudienzeit einen Seminarplatz zu bekommen, da die Kapazitäten nicht gegeben sind.
    Mir stellt sich die Frage, was besser ist: Länger zu studieren, was ebenfalls mehr Asche kostet oder 500 € für die letzten 3-4 Semester zu investieren um sicher zu gehen, “regelkonform” zu Ende studieren.


    — Lars    8 Februar 2006, 23:23    #
  12. Nun, die Hochschulen sind mit der Einfuehrung der Regelstudienzeit vom Gesetzgeber verpflichtet worden, es den Studierenden zu ermoeglichen, innerhalb einer bestimmten Zeit, genannt Regelstudienzeit, erfolgreich ihr Studium abschliessen zu koennen.

    Wir stellen also fest, der Begriff ist eigentlich FUER die Studierenden ein positiver, sind doch die Hochschulen und vor allem Fakultaeten verpflichtet, sich so zu organsieren, dass den Studierenden kein Nachteil erwaechst.

    Leider wird dann allerdings der Begriff GEGEN die Studierenden verwendet, ploetzlich MUESSEN die Studierenden in der Zeit fertig werden, es wird also die “Frage der Schuld” komplett verkehrt. Ist halt einfacher, unorganisierte, heterogene Studierende unter Druck zu setzen als sich mit dem Kluengel, Misorganisation, Hierarchien und Inkompetenz bei den Hochschul- und Fakultaetsverwaltungen auszutoben. Denn die sind gut organisiert, und wenn sie sich nur gemaess “Bandenmentalitaet” gegenseitig schuetzen.

    Ich persoenlich denke, dass durch eine klare Re-Organisation der Hochschulstruktur und Veranstaltungsstruktur unter Beteilung ALLER Mitglieder der Hochschule da diese Misstaende aus der Welt geschafft werden koennten.

    Allerdings haben da die einflussreichen Gruppen, allen voran die ProfessorInnen, keinerlei Interesse dran, und schwingen dann die Keule der “Freiheit von Forschung und Lehre”.

    Nur, wessen Freiheit? Oder frei wovon?


    — Stefan    9 Februar 2006, 10:01    #
  13. Wird das Rektorat noch besetzt?
    Wenn ja bis wann erstmal?


    — TheUsed84    9 Februar 2006, 12:51    #
  14. Erstmal bis Ende des Wochenendes. Da wird aber heute abend um 18 Uhr beim Plenum nochmal genauer drüber gesprochen werden.


    Fabian Everding    10 Februar 2006, 10:49    #

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