Diskussions-Forum auf der Uni-Homepage
Das Rektorat hat auf Wunsch vieler Studierender ein Diskussionsforum eingerichtet, um die sachliche Debatte zum Thema “Studienbeiträge” fortzuführen.
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Dieses moderierte Forum mitsamt Zensurdrohung in den Händen des Rektorats ist wohl vor allem für SchleimerInnen und “Kompromiss”-SucherInnen ein geeignetes Medium.
Das Rektorat soll mal nicht meinen, damit einen Schritt in Richtungen der Forderungen gemacht zu haben.
Davon entfernen sie sich mit einem solchen angeblichen “Zugeständnis” immer weiter – demonstrieren jedenfalls, dass sie nix kapieren wollen.
Das soll natürlich trotzdem niemanden davon abhalten, dort was Intelligentes beizutragen. Es ist ja schon mal was, dass auf Besetzungs-Site und Resolution hingewiesen wurde. Hier besteht wenigstens nicht die Gefahr, dass irgendwelche obskuren Einzelmeinungen den ProtestiererInnen zugeschrieben werden.
— T. 18 Februar 2006, 19:05 #
Sind Foren nicht schon von rechtswegen zu moderieren?
Zudem besteht nun eher die Möglichkeit, dass mehr Leute sich an der Diskussion beteiligen…
Wenn ich mir die Anzahl der Beiträge anschaue, ist diese Möglichkeit nur leider sehr rar genutzt worden :(
— zoe 19 Februar 2006, 13:17 #
Die Bielefelder Resolution steht inzwischen im Forum:
http://wwwhomes.uni-bielefeld.de/mpauluss/cgi/Board/cutecast/cutecast.pl?forum=20&thread=261
— maikel 19 Februar 2006, 18:44 #
Prodiac beckommt mechtig auf die Fresse wenn die so weiter machen.
— Nolli 19 Februar 2006, 19:21 #
Warum? Was machen Sie denn? Sehe sie nur Dumm laufen… Ansonsten weiter so!
— Tanja 19 Februar 2006, 20:49 #
@Nolli
immer dran denken: das ist geschultes Personal – evtl. wird so provoziert, dass DU der erste bist, der zuhaut – damit bist dann du angreifbar und andere lachen sich eins.
Lasst euch nicht hochkriegen!
Links rein – rechts raus… immer schön freundlich bleiben…
lg zoe
— zoe 19 Februar 2006, 21:01 #
mich würde allerdings mal interessieren, warum di IP gespeichert wird…
— zoe 19 Februar 2006, 21:08 #
Also, ich muss sagen, bisher hatte ich noch keine schlechten Erfahrungen mit diesem Sicherheitspersonal gemacht. Glaubt ihr wirklich die provozieren dies? Ich denke nicht wirklich. Aber gut…
— Tanja 19 Februar 2006, 21:18 #
Ob Foren “von Rechtswegen” zu moderieren sind oder nicht, ob die IP gespeichert werden muss oder nicht… vollkommen wurscht, denn in der Praxis wird all das nicht unbedingt gemacht – und niemand muss sich mit Realnamen anmelden. Dieses ständige Gefrage ob man irgendwas rechtlich darf oder nicht geht mir langsam auf den Wecker. Was glaubt ihr eigentlich was ihr da getan habt? Ihr habt ein Rektorat b e s e t z t. Ihr seid da rein ohne zu fragen. Der Staat findet sowas eigentlich gar nicht lustig, auch und gerade wenn es eine politische Aktion ist. Denn der Staat beschränkt die politische Mitbestimmung seiner Bürger auf die Frage wer sie repräsentieren darf. Darüber habt ihr euch schon hinweg gesetzt. Ihr seid schon nicht mehr im demokratischen Mainstream, ihr macht schon keine Politik mehr, die ein Demokrat gut finden würde. Wäre nett wenn ihr das mal zur Kenntnis nehmt und nicht immer dreimal nachfragt ob irgendwas vom Staat saktioniert ist oder nicht. Wer nämlich so fragt, der darf auch in keinem Rektorat übernachten.
— Forenchecker 19 Februar 2006, 21:27 #
„Eine demokratische Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass nicht der Staat die Bürger, sondern die Bürger den Staat kontrollieren“
vzbv-Vorstand Prof. Dr. Edda Müller.
— zoe 19 Februar 2006, 22:18 #
Und wo ist das Argument, Zoe?
— Checker 19 Februar 2006, 22:38 #
sorry…
damit wollte ich sagen, dass es auch dem kleinsten Bürger möglich sein muss, Einfluss und Kontrolle auszuüben.
Natürlich kann man sagen “Sie bewegen sich in der Illegalität”. Aber – mag jetzt etwas krass wirken – im damaligen Kontext haben die Geschwister Scholl sich auch in der Illegaltität bewegt…
Oft denke ich über diese Begriffe nach – abgesehen davon, dass jedweder Begriff arbiträr ist (‘Illegalität’ könnte genauso gut ‘Toaster’ heißen) kommt eine Art von Wirklichkeit dieser Begriffe wohl erst durch die Akzeptanz von Individuen zustande… findet Verwirklichung erst durch Annahme statt. Ebenso finden Abstrakta wie ‘Gerechtigkeit’ oder ‘Ungerechtigkeit’ eigentlich nur in den Köpfen statt – was ich gerecht finde müssen andere noch lange nicht gerecht finden…
Um im Ansatz einer größtmöglichen Menge an Individuen ‘gerecht’ zu werden sollte also meiner Meinung nach heutzutage wieder mehr darauf geachtet werden, dass jeder Bürger an der Gesellschaft in der er lebt mitgestaltend wirken kann.
Da dies hauptsächlich dann klappt, wenn Mensch schon ‘einen Namen’ oder viel Geld hat, muss kleines Mensch manchmal etwas deutlicher ‘hier bin ich und ich empfinde, mir geschieht unrecht’ rufen.
... in der Aussage von Edda Müller habe ich den Eindruck, dass ‘Staat’ hier auf zweierlei Art definiert werden kann:
‘der Staat die Bürger’
bedeutet für mich ‘eine kleine Zahl Machthabender eine große Zahl Machtloser und Ohnmächtiger’...
‘die Bürger den Staat’...
‘die Bürger das System in dem sie leben’ (wobei das wahrscheinlich naive Utopie bleibt)
Sicher – man kann sagen ‘geh doch wählen – dann gestaltest du auch mit’... und ich geh’ ja auch wählen… allerdings mehr als Alibi denn aus der Überzeugung, mitzugestalten…
Das ich als Wähler mitgestalten können soll erscheint mir mehr als eine Farce zu sein – meine Stimme richtet wohl ganauso viel an, wie ein Mückenstich im Bärenpo…
(kleine Anekdote: in einem Altenheim habe ich es erlebt, dass zu Wahlzeit den alten Leuten, welche wahrhaftig keinen blassen Schimmer mehr hatten, die Wahlzettel auf die Nachtschränke gelegt wurden – es gab keine Regelung, wie mit diesen Stimmen zu verfahren ist… schließlich waren diese nicht entmündigt… was also passiert mit so vielen Stimmen, die nicht abgegeben werden?? Ich befürchte, der Einfluss, den diese nichtabgegebenen Stimmen haben ist weitaus größer, als mein brav gemachtes Kreuzchen.)
> Dieses ständige Gefrage ob man irgendwas
>rechtlich darf oder nicht geht mir
>langsam auf den Wecker.
und solche Aussagen machen mir sowieso am meisten Angst – ist es nicht viel gesünder 1 x die Gerechtigkeit einer Sache zu prüfen, als einfach überrollt zu werden? Es sind eh schon so viele Baustellen aufgerissen, dass man kaum noch weiß wo man hinschauen und aufpassen muss – so oft kann man gar nicht aufschreien, wie Ungerechtigkeiten passieren…
— zoe 19 Februar 2006, 23:11 #
Natürlich kann man sagen “Sie bewegen sich in der Illegalität”. Aber – mag jetzt etwas krass wirken – im damaligen Kontext haben die Geschwister Scholl sich auch in der Illegaltität bewegt…
und solche Aussagen machen mir sowieso am meisten Angst – ist es nicht viel gesünder 1 x die Gerechtigkeit einer Sache zu prüfen, als einfach überrollt zu werden
Ich glaube das ist ein Missverständnis: Das war weder ein Aufruf Straftaten zu begehen, noch einer zur Passivität. Ich bitte lediglich darum zu prüfen, was man da denn Veanstaltet und was die Meinung des Staates dazu ist.
so oft kann man gar nicht aufschreien, wie Ungerechtigkeiten passieren
und Ebenso finden Abstrakta wie ‘Gerechtigkeit’ oder ‘Ungerechtigkeit’ eigentlich nur in den Köpfen statt – was ich gerecht finde müssen andere noch lange nicht gerecht finden
Ja, was macht dann ein Ideal wie Gerechtigkeit für einen Sinn, wenn der Begriff so abstrakt bleibt? Anstatt sich anzuschauen wo die Schädigung ist und wie man sie beseitigen kann geht man mit einem Ideal das “Gerechtigkeit” heißt an die Sache ran und fragt sich wie die Schädigung zu rechfertigen ist. Dass ist die Frage nach der Gerechtigkeit, nichts weiteres als die Frage danach, welche Schädigung denn m o r a l i s c h vertretbar ist. Da liegt der ganze Zynismus bei der Gerechtigkeit: Es wird gefordert alle seien frei und gleich zu behandeln und genau damit setzt man sie zueinander in Konkurrenz damit sie sich gegenseitig fertig machen.
Das ich als Wähler mitgestalten können soll erscheint mir mehr als eine Farce zu sein – meine Stimme richtet wohl ganauso viel an, wie ein Mückenstich im Bärenpo…
Das stimmt. Das liegt allerdings nicht daran, dass deine Stimme nur eine von Millionen ist, sondern ganz einfach an dem was da zur Wahl steht: Nämlich nur verschiedene Staatsprgramme, verschiedene Arten wie man dich und den Rest der geneigten Staatsbürgerschaft für die Zwecke von Staat und Kapital herannimmt. In diesem netten Gemeinwesen als dessen Teil du dich begreifst, nämlich der Bürgerschaft dieses Staates, wird ja gerade von deinen Wünschen und Bedürfnissen abstrahiert und erstmal geschaut was für das Gemeinwesen gut ist. Und das heißt: sich in der Konkurrenz mit anderen Gemeinwesen durchzusetzen. Und das alles heißt nun überhaupt nicht das du gut dabei wegkommst, denn in der Konkurrenz mit USA und Iran ist dein Wohlbefinden scheiß-egal.
Das ist doch mal ne Härte, die man sich anschauen muss: Demokratie heißt nichts anderes als das du darüber entscheiden sollst wie du am effektivsten für Staat und Kapital herangenommen werden sollst. Das ist auch der ganze Witz an der studentischen Mitbestimmung. Wir sollen halt selbst organisieren, wie wir am besten im Sinne dieses Systems funktionieren, und, das ist ja wohl die Oberhärte: Wie wir untereinander die
u n n ü t z e n
aussortieren. Deshalb, das sei noch angemerkt, ist diese Sache mit dem Auschuss mit studentischer Beteiligung in Dortmund so ein Kracher: Da wird nicht entschieden ob es Studiengebühren gibt, das steht längst fest. Die Studierenden sollen bloß den Modus der Selektion mitfestlegen. Das ist der Spaß an der demokratischen Herrschaft: Die Beteiligten haben nen Schaden und freuen sich noch drüber, dass sie ihre Schädigung mitbeschließen dürfen!
— Checker 20 Februar 2006, 09:41 #
@ Checker
Moin, ich finde du hast recht oder mein subjektives Empfinden schlägt positiv in deine Richtung.
Die Frage die hier im Raum steht:
Protest gegen das System, den Staat, also in jeder Hinsicht frei und radikal oder Protest im System als Teil des Systems, was dann von der Sache her kein Protest ist?
Protest im System “reinigt”: Die Entscheidungen werden (schein)demokratisch getroffen, aber als Diktat des Systems und im gleichen Modus des Systems, aber würde man diese Entscheidungen (zu Protestieren) nicht treffen, dann wäre das Diktat der “Oberen” des Systems massgebend.
Man bewirkt nicht nichts, aber man ist kein Revolutionär. Es ist ein Unterschied, ob man ein Rektorat besetzt oder die Stadt-Guerilla ausruft.
mfg
— RektoratAbsetzenFreiheit - RAF 20 Februar 2006, 11:22 #
Die Entscheidungen werden (schein)demokratisch getroffen, aber als Diktat des Systems und im gleichen Modus des Systems, aber würde man diese Entscheidungen (zu Protestieren) nicht treffen, dann wäre das Diktat der “Oberen” des Systems massgebend.
Die Entscheidungen werden nicht scheindemokratisch getroffen, sondern eben sehr demokratisch. Demokratie ist das System von dem wir hier reden. Die “Oberen” von denen du redest sind nichts anderes als Charaktermasken die wir in diese Position gewählt haben: Ganz demokratisch. Das sie uns trotzdem für den Fortbestand und den Erfolg dieses Systems vernutzen ist damit gar nicht ausgeschlossen, ob unter Protest oder nicht.
Den dieser Protest soll ja lediglich die Bedingungen dieser Vernutzung etwas erträglicher gestallten und nicht die systematische Schädigung abschaffen, die da passiert. Von daher stellt sich diese Frage überhaupt nicht: Protest gegen das System, den Staat, also in jeder Hinsicht frei und radikal oder Protest im System als Teil des Systems, was dann von der Sache her kein Protest ist?
Natürlich muss man, wenn man den Schaden festgestellt hat, schauen wie man ihn los wird, ist die Schädigung systematisch, dann muss wohl der ganze Laden dran glauben.
Man bewirkt nicht nichts, aber man ist kein Revolutionär. Es ist ein Unterschied, ob man ein Rektorat besetzt oder die Stadt-Guerilla ausruft.
Der Vorwurf war auch nicht der der Wirkungslosigkeit. Natürlich kann man ein bisschen an den Bedingungen herumschrauben, dass wird ja eben vom demokratischen System durchaus eingeräumt und sogar gewünscht. Davon abgesehen, zum mitschreiben für die grauen Herren die hier mitlesen: Die Stadtguerilla hat ja auch nichts bewirkt als mehr Repression gegen die Linke – das System wurde durch sie zumindest nicht abgeschaft, nicht einmal ernsthaft in Frage gestellt. Mein Vorschlag ist ganz einfach: Sich einmal anzuschauen woher denn der ganze Mist kommt, ob das nun Studiengebühren sind oder der Hunger in der 3. Welt und dann zu zusehen, dass man den Schaden behebt. Wenn man dabei aber gleich damit kommt, dass irgendwelche vom bürgerlichen Staat garantierten Rechte (wie zum Beispiel das auf Privateigentum fg) nicht angetastet werden dürfen, dann wird man an der Stelle nicht weit kommen. Also, prüft mal welche Zwecke da unterwegs sind. :D
— Checker 20 Februar 2006, 11:55 #
Ich kann mich dem nur anschließen. Wie sagten schon Die Ärzte:
“Doch das System steht noch immer für Unterdrückung
Und für Ungerechtigkeit – Es wird Zeit es wird Zeit, dass wir was dagegen tun …”
— Jan Frederik 20 Februar 2006, 12:45 #
Äh ja, ich sehe keinen Widerspruch zwischen dem was du schreibst und dem was ich schreibe, zumindest keinen grundliegenden, vielleicht einen im Detail.
Scheindemokratisch: Abstimmungen mit gleichem , freien und uneingeschränkten Wahlrecht, sind demokratisch. Das sehe ich aber in keinsterweise irgendwo gegeben, weder im Rektorat – wenn da da schon eher, noch in der Gesellschaft. Denn jeder der wählt, wählt nicht frei, seine Meinung wird gebildet. Die bildenden sind die Medien, die soziale Lebenslage in der sich der einzelne befindet,soziale Ungleichheiten, der individuelle Lebenslauf und die gesellschaftliche Umwelt. Diese Faktoren sind alle bestimmt, zumindest sind sie nicht unabhängig, vom staatlichen System der BRD. Dazu kommt nocht die Abhängigkeit von der Wirtschaft, die sicherlich global betrachtet werden muß. Für mich sehe ich dort keine Freiheit, sondern nur einen Rahmen in dem man sich Optionen aussuchen kann. Das ist für mich scheindemokratisch.
Die Stadtguerilla, war in ihrer Praxis alles andere als erfolgreich und hat im Wesentlichen zu mehr Repression geführt, aber das Theorem was dahinter steht kann nichts für seine Umsetzung. Des weiteren bin ich der Meinung eine solche Guerilla, kann nur von der Mehrheit der Menschen geführt werden, gegen das System das sie unterdrückt. Nicht also von kleinen Gruppen.
Radikal ja, aber nur wenn es die meisten wollen – oder wenn absehbar, praktisch absehbar ist, dass es eine breite öffentliche Zustimmung zu einer Guerilla gibt.
— RektoratAbsetzenFreiheit - RAF 20 Februar 2006, 14:40 #
Ich glaube nicht, dass das System demokratisch ist. Eine von Oligarchie durchfressene Masse von unfähigen Parteisoldaten, als Stellvertreter von über 80 Millionen Demokratie zu nennen, ist ungefähr so wie den Irak wegen Massenvernichtungswaffen an zu greifen.
Eine direkte Demokratie haben wir nicht, unser System ist eine Farce.
— Genuin der Fische 20 Februar 2006, 14:46 #
Scheindemokratisch: Abstimmungen mit gleichem , freien und uneingeschränkten Wahlrecht, sind demokratisch. Das sehe ich aber in keinsterweise irgendwo gegeben, weder im Rektorat – wenn da da schon eher, noch in der Gesellschaft.
Ja, und? Was hat man davon, wenn die Mehrheit für Studiengebühren ist? Da bringt einen ne total demokratische Abstimmung auch nicht weiter.
Denn jeder der wählt, wählt nicht frei, seine Meinung wird gebildet. Die bildenden sind die Medien, die soziale Lebenslage in der sich der einzelne befindet,soziale Ungleichheiten, der individuelle Lebenslauf und die gesellschaftliche Umwelt. Diese Faktoren sind alle bestimmt, zumindest sind sie nicht unabhängig, vom staatlichen System der BRD. Dazu kommt nocht die Abhängigkeit von der Wirtschaft, die sicherlich global betrachtet werden muß. Für mich sehe ich dort keine Freiheit, sondern nur einen Rahmen in dem man sich Optionen aussuchen kann. Das ist für mich scheindemokratisch.
Als ob die Selbstbestimmung durch die Medien und irgendwelche Verstrickungen ausgeschaltet würde. Nein, Selbstbestimmung geht schon alleine deshalb nicht, weil man doch alle 4 Jahre Menschen wählt (in freier und geheimer Wahl usw.) die für einen Bestimmen – bzw. dann eben für alle.
Und das ist auch nicht scheindemokratisch sondern ist genau das was Demokratie ausmacht: Herrschaft die sich das Gütesiegel der Mehrheit geben lässt.
Zum Rest: Ich hab ehrlich gesagt keine Lust hier Militanzdebatten zu führen oder sich auszumalen wie eine militärische Konfrontation mit dem bürgerlichen Staat ausgeht. That’s not my buisness.
— Checker 20 Februar 2006, 14:50 #
Die Oberen sind nicht demokratisch gewählt: Du kannst dir ja mal überlegen, ob es möglich ist dass eine Arbeitslose zu den Oberen gehört. Sie kann keinen Wahlkampf führen, sie hat in einer Partei geringste Aufstiegschancen, eventuell hatte sie keine elitären Bildungsmöglichkeiten, ihre sozialen Kontakte reichen nicht zu viel Vitamin B, aber sie hat eine herrausragende Konzeption für eine Berufung zur Ministerin.
Dann erklär mir mal wie ich sie wählen kann, wenn ich nicht weiss das es sie gibt. Das ist für mich nicht demokratisch. Du schreibst ja selbst ”...sondern ganz einfach an dem was zur Wahl steht”.
Die Oberen sind nicht dort oben, weil sie gewählt wurden, denn es gibt von ihnen eine ganze Menge in den Parteien, sie wurden zur Wahl gestellt weil sie sich in ihrer Partei hervorgetan haben, dass ist für mich nicht demokratisch.
Demokratie ist für mich als solche, deshalb nicht ad acta zu legen, es gibt eine ganze Menge altrnative Theorien zur Demokratie, aber das System von dem ich rede, besteht aus weitaus mehr als aus dem was du Demokratie nennst.
— RektoratAbsetzenFreiheit - RAF 20 Februar 2006, 14:59 #
“Ich glaube nicht, dass das System demokratisch ist. Eine von Oligarchie durchfressene Masse von unfähigen Parteisoldaten, als Stellvertreter von über 80 Millionen Demokratie zu nennen [...] unser System ist eine Farce.”
Das lustige ist, dass es Leute gibt, die dieses Gerede für wirklich kritisch und radikal halten. Dabei ist es ziemlich beschränkt und nicht mehr als eine Kritik an der politischen Klasse bzw. der gegenwärtigen Elite im Staat, nicht aber am politischen System selbst. Da drängt sich der Verdacht auf, dass Leute, die sowas sagen, auch wirklich keine Kritik am politischen System haben, denn für sie sind Dinge wie Studiengebühren begründet in der “Böswilligkeit” der “unfähigen Parteisoldaten” begründet und es käme nur darauf an, das Personal auszuwechseln oder die Elite auf andere Weise zu bestimmen. Sie tun alles, um die Demokratie in Schutz zu nehmen und sie eben NICHT zu kritisieren – dabei gehen sie so weit, zu erklären, dass das, was wir in Deutschland haben, eben keine “richtige” (also direkte) Demokratie sei (wie blöd das ist, zeigt sich bei einem Blick in die Schweiz, wo Studiengebühren flächendeckend eingeführt wurden).
Das eigentlich traurige ist: solche Demokratiefans geben durch ihr Nicht-Kapieren-Wollen ihr Einverständnis für alles, was in der Demokratie passiert (und da sind Studiengebühren noch die kleinste Sauerei), indem sie Ursache und Wirkung partout nicht in Verbindung bringen wollen und das demokratische System damit entschuldigen, dass es abwesend sei – was (leider!) überhaupt nicht der Fall ist.
Übrigens: Sätze wie “das ist für mich nicht demokratisch” sind entlarvend für eben dieses Vorgehen. Als käme es darauf an, was man sich selbst von der Demokratie erwartet! Wir leben doch nicht auf einem Ponyhof, wo es sich tatsächlich um den Einzelnen drehen würde. Da haben einige Leute anscheinend sehr seltsame Vorstellungen von Demokratie, die mit der Realität nichts, mit Ideologie aber sehr viel zu tun haben.
— Kira_LE 20 Februar 2006, 15:27 #
Nö Kira_Le, das ist nur eine Reaktion auf Checker´s Beiträge.
Desweiteren solltest du auch mal den Rest lesen und darauf eingehen. Wenn du kein Demokratiefan bist, welche Staatsform hättest du denn gerne? Und vor allem, wie soll die denn etabliert werden und von den Menschen akzeptiert werden?
Vielleicht lebst du ja auf dem Ponyhof?
Außerdem habe ich die Frage der Radikalität unter Punkt 14 herausgestellt, also wenn du auf Beiträge eingehst, dann bitte differenziert. Ich bin der Meinung man sollte andere Entwürfe haben, bevor man bestehende kritisiert.
Ich weiss nicht wo deine Beschränktheit aufhört, wenn ich das System als Farce kritisiere und schreibe es besteht aus mehr als Demokratie, Globalisierung mit einbringe und du das beschränkt nennst, kann deine Vorstellung nur auf Anarchie abzielen oder auf Diktatur. Weiter ist das Aufzeigen von Alternativen, auch wenn sie keine seien sollten, nicht mit der persönlichen Meinung gleich zu setzen. Man schreibt im Rahmen einer Diskussion, nicht in Form wilder Kritik. Meine Kritik ist nicht radikal , aber es war auch nicht meine Intention radikale Kritik anzubringen, ich habe keine alternative Lösung, außer einer die ich nicht umsetzen möchte, denn die wäre dann wirklich kritisch und radikal, aber die vertrete ich nicht in einer Demokratietheoretischen-Diskussion, das wäre unseriös. Natürlich ist es idiotisch seriös zu sein, es ist aber auch ein Zeichen von Respekt anderen Menschen gegenüber.
— RektoratAbsetzenFreiheit - RAF 20 Februar 2006, 15:49 #
Ich bin der Meinung man sollte andere Entwürfe haben, bevor man bestehende kritisiert.
Tolle Meinung hast du da. Ist aber vollkommen irrelevant. Wozu sollte ich ein Konzept in der Schublade haben, wenn ich einfach mal feststelle, das hier eine systematische Schädigung passiert? Nichts weiter ist doch Kritik. Was die Leute nun damit anfangen muss ich ihnen doch nicht vorkauen, die sollen halt selbst überlegen, dann hast du auch ne Welt die “von den Menschen akzeptiert” wird.
— Checker 20 Februar 2006, 16:00 #
Vielleicht, setzt aber voraus das jeder überlegen kann und keiner mit der Flinte in der Hand seine Überlegungen verkündet.
— RektoratAbsetzenFreiheit - RAF 20 Februar 2006, 16:02 #
Warum bist du so interessiert daran, ans Reißbrett zu treten und “Alternativen” zu konstruieren? Das wäre das Vorgehen von Utopisten oder Hellsehern mit Kristallkugeln; ich bin nix von dem.
Daran merkt man auch, dass es bei dir nicht weit her ist mit der Kritik (die man ja haben muss, denn sonst hätte man keinen Standpunkt, mit dem man in eine Diskussion eintreten könnte): du fängst garnicht erst an, die bestehende Gesellschaft zu kritisieren oder zB die von Checker und mir vorgebrachten Punkte zu prüfen, sondern hälst dir das Nachdenken darüber vom Hals, indem du meinst, dass es eben keine Alternative gäbe.
Bevor man nicht weiß, was man am Bestehenden scheiße findet (und warum man das tut), lohnt es also auch nicht, über “Alternativen” zu reden. Wenn man keine Kritik am Bestehenden hat, braucht man ja auch nix ändern. Dann braucht man auch keine Rektorate zu besetzen und sich zB gegen Studiengebühren zu engagieren. – Dann erklärt es sich auch, dass man lieber in eine ideologisch aufgeladene “demokratietheoretische Diskussion” eintaucht und sich Illusionen von der Gesellschaft macht, anstatt sich mal anzugucken, was da draußen wirklich passiert.
Für wilde, unseriöse, respektlose Kritik!
— Kira_LE 20 Februar 2006, 16:04 #
Ich bin gegen bestehende gesellschaftliche Verhältnisse, in fast alle Formen. Über die Tatsache das es Kapital gibt, bis hin zur Etikette und Verhaltenskodexen.
Dann sag mir doch mal, wie ich das was ich kritisiere zu etwas neuem führen kann, was ich nicht mehr kritisiere.
Außerdem bini ich auch davon ausgegangen, das auf einer Seite einer Rektoratsbesetzung, die meisten wissen was an der Gesellschaft zu kritisieren ist. Ich hätte wissen müssen, dass ich erst mal damit anfangen mus warum der Besitz von Macht und Kapital nicht so nett ist, tut mir leid das ich so dumm bin.
— RektoratAbsetzenFreiheit - RAF 20 Februar 2006, 16:11 #
Weiter ist das Aufzeigen von Alternativen, auch wenn sie keine seien sollten, nicht mit der persönlichen Meinung gleich zu setzen. Man schreibt im Rahmen einer Diskussion, nicht in Form wilder Kritik. Meine Kritik ist nicht radikal , aber es war auch nicht meine Intention radikale Kritik anzubringen, ich habe keine alternative Lösung, außer einer die ich nicht umsetzen möchte, denn die wäre dann wirklich kritisch und radikal, aber die vertrete ich nicht in einer Demokratietheoretischen-Diskussion, das wäre unseriös. Natürlich ist es idiotisch seriös zu sein, es ist aber auch ein Zeichen von Respekt anderen Menschen gegenüber.
Das ist ja jetzt schon ne Härte: Da machst du jetzt ne Trennung auf zwischen “Kritik” und dem was du in einer “Diskussion” schreibst. Du willst keine radikale Kritik machen, weil dir keine Lösung einfällt, außer einer die du nicht umsetzen magst. Aber die magst du auch nicht in einer Diskussion vertreten, weil das unseriös wäre.
Klartext:
Dir fällt auf: “Ja gut, da ist ein Schaden und der kommt nicht von ungefähr.”
Dann machst du die Kiste auf: “Ja, aber vom Schaden mag ich nicht reden, weil mir fällt halt nix besseres ein als das, was wir grad haben.”
Dann kommt dein Hammer-Argument:”Die Kritik (d.h. also: den Schaden zu benennen) darf man nicht üben, weil das wäre unseriös in einer Diskussion.”
Und dann kommst du noch am Ende mit der Hippie-Phrase: “Das ist ein Zeichen mangelnden Respekts.”
So. Wollen wir mal schauen wo das Argument ist…
schau
schau
schau
... ich kann keines entdecken.
Du ziehst hier die übliche Masche ab: Du verteidigst den Laden, der dir Studiengebühren aufbrummt und deine arbeitslose Ministerin in spe für einen Euro die Stunde schuften lässt mit dem Argument, was besseres fiele dir gerade nicht ein. Das ist echt ein Zynismus das es nur so knallt und zeigt einfach nur wie ernst es dir mit der Kritik ist. Nämlich gar nicht. Was von deiner Seite bislang kam war echt nur hohle Phrasendrescherei. Wie magst du denn eine “demokratietheoretische Diskussion” führen? Ohne einmal den Gegenstand zu benennen? Ohne das dieser für dich überhaupt zur Debatte stünde? Wie soll das gehen? Du verbietest hier die Kritik an der Demokratie mit dem Null-Argument man hätte keine Alternative genannt. Kritik will aber gar keine Alternative nennen, sondern stellt zu erst einmal einen Schaden fest. Dann heißt es, das sei aber “unseriös”. Ernsthaft (und Respektvoll gegenüber den Mitmenschen) ist also nur eine Kritik, die konstruktiv nette Verbesserungsvorschläge für dein buntes Bonbon-System namens “Demokratie” macht. Also die Absetzung irgendwelcher Charaktermasken a la Timmermann fordert oder ähnlichen Nonsens. Man darf keine radikale Kritik mehr üben weil das wäre unseriös. Und überdies schämst du dich auch nicht zur Verteidigung deiner Nicht-Position mich und andere als Freunde der Dikatur zu denunzieren. Echt zum Kotzen.
— Checker 20 Februar 2006, 16:44 #
Ich habe bereits mehrfach klar gesagt, dass ich nicht für Demokratie bin. Wenn man gegen Demokratie ist, sollte man es radikal sein, dass ist man nicht wenn man demokratisch abstimmt. Das ist meine Position.
Warum man hier nicht sachlich diskutieren kann, liegt wahrscheinlich daran, dass Menschen hier nicht lesen könne. Nachdem was ich geschrieben habe, ist es lächerlich zu sagen, ich würde den Laden verteidigen.
“Ich weiss nicht wo deine Beschränktheit aufhört, wenn ich das System als Farce kritisiere und schreibe es besteht aus mehr als Demokratie, Globalisierung mit einbringe und du das beschränkt nennst, kann deine Vorstellung nur auf Anarchie abzielen oder auf Diktatur.”
Ich sehe nicht wo ich dich oder andere als Freunde von Diktatur darstelle. Außerdem wird doch meine Position zur Gesellschaft deutlich, ich verstehe nicht, wie man so kindlich sein kann, einfach nicht zu lesen was geschrieben wird. Ist ja schön, dass ihr was gegen Menschen haben die so tun, als wenn sie innerhalb eines Systems andere kritisieren, aber das System erhalten, faktisch also nichts kritisieren, aber für jeden der lesen kann, wird doch klar deutlich, dass ich nicht zu diesen gehöre.
Unter Punkt 14 schrieb ich:
Protest im System “reinigt”: Die Entscheidungen werden (schein)demokratisch getroffen, aber als Diktat des Systems und im gleichen Modus des Systems, aber würde man diese Entscheidungen (zu Protestieren) nicht treffen, dann wäre das Diktat der “Oberen” des Systems massgebend.
Man bewirkt nicht nichts, aber man ist kein Revolutionär. Es ist ein Unterschied, ob man ein Rektorat besetzt oder die Stadt-Guerilla ausruft.
Wo schon klar dargestellt wird, dass ich gegen das bestehende System bin. Aber das System ist mehr als Demokratie, was ich auch schon geschriben habe.
Deshalb tut es mir leid, aber anscheinend wollt ihr diese Forum nicht zu konstruktiven Auseinandersetzungen nutzen, sondern lediglich dazu zu betonen, dass ihr radikal und kritisch seid und offensichtlich euer Leseverständnis nicht so berauschend ist.
Ich finde es ja erfreulich das ihr kritisch seid, aber wer kritisch ist, sollte auch ein Ziel haben, wer Demokratie kritisiert, hat das Ziel, entweder den Staat abzuschaffen oder eine andere Staatsform zu etablieren.
Dieses Ziel ist bei euch nicht erkennbar, da frage ich mich doch was euer Ziel ist?
— RektoratAbsetzenFreiheit - RAF 20 Februar 2006, 17:15 #
Ich finde es ja erfreulich das ihr kritisch seid, aber wer kritisch ist, sollte auch ein Ziel haben, wer Demokratie kritisiert, hat das Ziel, entweder den Staat abzuschaffen oder eine andere Staatsform zu etablieren.
Was ist denn das für ne Art von Kritik? Eine bei der Urteil und Konsequenz vorher feststehen? Dann kann ich mir den Kram auch sparen und einfach dogmatisch bestimmen. Und im übrigen sollte eigentlich schon klar geworden sein, wohin die Argumentation zielt, also bestimmt nicht auf einen Erhalt des Staates. Du könntest ja vielleicht da mal ein Argument gegen bringen, wo du dich schon so sehr um Konstruktivität bemühst.
— Checker 20 Februar 2006, 17:44 #
Man kritisiert etwas, hier das System, weil man damit nicht zufrieden ist, man möchte also etwas anderes, dass ist das Ziel, dass man etwas anderes erreicht.
Du verstehst wohl nicht, dass ich deine Dummheit verurteile. Das Urteil entsteht nicht durch die Kritik. Eine Kritik fordert natürlich Konsequenzen, weil man etwas anderes möchte, erreicht man das, ist dass die Konsequenz. Wenn man natürlich nicht weiss, was man möchte, so wie du ganz offensichtlich, dann kann man sich sein Kritik schenken, da hast du vollkommen Recht. Kritik heißt verurteilen, du findest etwas nicht gut, also verurteilst du etwas als nicht für dich richtig.
Aber lebe ruhig deine Anarchie, dafür hälst du dich aber ganz schön lange mit der Meinung anderer auf
— RektoratAbsetzenFreiheit - RAF 20 Februar 2006, 18:03 #
Hallo Checker,
mir tut vom Wichsen über deine Posts der Schwanz weh.
— Jens 20 Februar 2006, 18:07 #
endlich wird hier mal ordentlich diskutiert, also ordentlich im sinne von es geht zur sache und es geht um inhalte und nicht nur um studiengebühren sind doof.
sehr begrüssenswert, mal von jens sexistischem schwachsinn abgesehen.
im uni homepage forum wäre diese diskussion auch gut aufgehoben!
— prima 20 Februar 2006, 23:49 #
Du bist ja frustriert. Die Besetzer haben sich doch schon x-mal von der Illegalität distanziert.
Aber immerhin scheinst du ja motiviert genug hier zu posten, also vielleicht änderste deine Meinung ja doch noch. Vielleicht siehst du ja mal eine legale Lösung deine Stuidien Situation zu verbesern ohne Gebühren einzuführen.
Ein kleiner Funke entfacht ein Feur, vielleicht wird es gelöscht, vielleicht gibt es aber auch n Flächenbrannt. Sei doch kein Feuerwehrmann, wenn dich das Feuer reizt.
— RektoratAbsetzenFreiheit - RAF 21 Februar 2006, 15:53 #
Du bist Unvernunft, weil du nicht in der Lage bist, dir kritische Texte anerkannter hochqualifizietrer internationaler Wissenschaftler durch zulesen. Außerdem ist nicht jeder im Forum ein Besetzer, wenn du gegen die Besetzer argumentieren willst, geh doch hin und setz dich mit ihnen auseinander.
Übrigens befassen die sich auch damit, aktive Hilfe nach der Beitragseinführung zu leisten bzw. zur sozialen Differenzialität der Gebühren beizutragen, also soziale Ungleichheit zu vermeiden.
— RektoratAbsetzenFreiheit - RAF 21 Februar 2006, 16:13 #
Studiengebühren, Bildung als Ware sind moralisch illegitim, siehe auch UN-Experte Munoz:
http://besetzung.kollima.de/index.php?id=95#Kommentar
War der Protest von Atomkraftgegern in den 80ern falsch, weil Sitzblockaden etc. verboten sind?
War der Protest von der Bürgerrechtlerin Rosa Parks falsch, die in den 50ern in den USA verhaftet wurde, weil sie es gewagt hatte, sich in den Bereich für “Weisse” im öffentlichen Bus zu setzen, obwohl das nach dem damals geltendem (Rassentrennungs-)-Gesetz nicht legitim war?
Warum darf ein Helmut Kohl Gesetze brechen, ohne Konsequenzen, aber die Studenten nicht?
Fragen über Fragen…
— Student HH 21 Februar 2006, 16:17 #
Diskriminierung solte man immer entgegen treten.
Rosa Parks trat für ihre Sache ein: gegen Rassentrennung und Diskriminierung.
Proteste gegen Studiengebühren treten der Diskriminierung sozial Schwächerer entgegen und (dieses Argument ist eher nicht populär) sie treten der Diskriminierung von Studierenden entgegen. Ich bin kein Humankapital
— RektoratAbsetzenFreiheit - RAF 21 Februar 2006, 17:36 #
das wird dann schon die ‘human resource managerin’ feststellen, wie hoch dein humankapitalistischer wert ist *gewichtichkuck
— zoe 23 Februar 2006, 00:14 #
“ich sehe keine loesung die studienqualitaet zu verbessern ohne studiengebuehren einzufuehren. deshalb kritisiere ich eure unvernunft.”
Wo bleibt da die objektivität? Präsenz in der Öffentlichkeit und anderen Studierenden Mut machen…
Du solltest dir mal überlegen was du mit “unvernunft” sagen willst. Ist das nicht nur ein Mittel Affirmation zu erreichen?
Eindimensional ist auch deine Idee die einzige finanzspritze könne nur von den studierenden kommen.
Wieso glaubst du eigentlich, dass die Uni mehr Geld haben wird? Für wie dumm hälst du eigentlich das Land? (den Staat) Es geht hier nicht einfach um Studiengebühren sondern darum, dass der Staat von seinem sich selbst gegebenen Bildungsauftrag absieht und sich durch private Zahlungen “ablösen” lässt.
Zudem finde ich soziales Denken und Einsatz für andere als “Unvernunft” zu bezeichnen, selbst entlarvent. Vernünftig scheint bei dir wohl Ausbildung einer auserwählten Elite, Unvernünftig (Nicht wirtschaftlich rational:) erscheint dir eine freie Bildung.
Aber mal ganz abgesehen von unserer Situation hier: Stell dir mal vor man würde nur gegen etwas aufstehen was stört, wenn man sich sicher ist man könnte es verändern… bitte mal weiterdenken!
— *Rather autonom than hörig...* 26 Februar 2006, 18:34 #